SVG siegt in Freiburg
von SVG Lüneburg am 08.03.2026SVG macht weiter Druck auf den Spitzenreiter
3:0 in Freiburg wahrt Chance auf die Tabellenführung
Die LüneHünen sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden, gewannen das Auswärtsspiel bei der FT 1844 Freiburg mit 3:0 (25:20, 25:18, 25:19). Damit bleiben die Lüneburger auch im Rennen um die Tabellenführung in der Hauptrunde der Bundesliga, könnten immer noch am aktuellen Spitzenreiter Berlin Recycling Volleys vorbeiziehen.
Vor 1500 Zuschauern in der ausverkauften Act-Now-Halle lieferten sich beide Teams über 87 Spielminuten ein rassiges Duell, in dem die Hausherren in allen Sätzen zunächst mithielten, sich in der Crunchtime aber der Qualität und Routine der SVG geschlagen geben mussten.
Beide Teams hatten ihre etablierte Formation umgestellt. Die SVG musste auf den angeschlagenen Joscha Kunstmann verzichten - für ihn stand erneut Cole Young im Mittelblock. Zudem rückte Kapitän Jesse Elser für Daniel Gruvaeus auf der Außenposition in die Starting Six. Bei den Hausherren fehlte Stammzuspieler Fabian Hosch. Er wurde von Lorenz Rudolf vertreten.
In der Crunchtime
durchmarschiert
Im ersten Satz hatte die “Affenbande” gezeigt, dass sie den LüneHünen vor heimischer Kulisse sowie dem lautstarken SVG-Fanblock etwas entgegensetzen wollte. Das Team von FT-Coach Jakob Schönhagen ließ die SVG nie davonziehen, holte sich immer mal wieder eine Führung (7:5, 13:12, 17:15). Nach dem Freiburger 19:18 nahm die SVG eine Auszeit, Co-Trainer Tyler Koslowsky justierte das Spiel des Teams nach. Und das zahlte sich aus: Ethan Champlin, der früh die Hauptlast im SVG-Angriff übernommen hatte und schon im ersten Satz mit fünf Angriffspunkten und einem Ass überzeugte, hämmerte einen Pipe-Angriff ins Freiburger Feld. Es folgte eine Aufschlagserie von Santeri Välimaa, die nach dem Freiburger 20:19 mit sechs Punkten in Folge direkt zum Satzgewinn führte. Die SVG drehte jetzt richtig auf, Champlin steuerte im starken Crunchtime-Run zwei Angriffe zur Teamquote von 46 Prozent (Freiburg: 36 %) bei.
Im zweiten Satz blieben die Gastgeber kürzer im engen Rennen als zuvor (5:5, 7:7), kamen nach einem ersten SVG-Sprint (9:12) nur noch einmal heran (11:12). Freiburg blieb zwar hartnäckig, doch Ethan Champlin landete nun auch von der Linie Wirkungstreffer: Zwei Mal hatte der US-Boy schon per Ass gepunktet, ließ sich dann auch von der Freiburger Auszeit nicht stören, legte ein drittes Ass nach - 14:19. FT-Coach Schönhagen stellte um, brachte im Außenangriff Kapitän Hartmann für Jung. Doch die SVG baute ihre Führung konstant aus. Axel Enlund knallte nach einer langen Rally den Ball zu seinem fünften Punkt im Satz auf den Boden. Auch in Block und Abwehr agierten die LüneHünen längst dominant. Das Satz-Finale gehörte Jackson Howe: Erst knallte der Mittelblocker den Ball in der Mitte runter (18:24), machte danach per Ass den 2:0-Satzvorsprung klar.
SVG lässt keine
Zweifel aufkommen
Zum dritten Satz stellte Jakob Schönhagen weiter um, wollte mit Jonathan Schönhagen, Marco Frohberg und Liam Kristjanson die SVG noch einmal überraschen. Doch die LüneHünen zogen gleich wieder los. Aus dem Freiburger 2:0 machte die SVG schnell ein 2:4. Und schon wieder sahen die Fans ein Champlin-Festspiel: Ein Hammer-Pipe und zwei wuchtige Angriffe stellten das Satz-Punktekonto des Außen schon beim 5:7 auf vier Punkte. Freiburg blieb bis zum 10:11 noch dran, doch die SVG ließ die Gastgeber nur noch einmal am Ausgleich schnuppern, zog dann auf vier Punkte davon (10:14). Champlin stand immer wieder im Fokus, schlug clever den Block an (14:17), traf mit Wucht zum Block-Aus (14:18) und schlug den Ball kurz darauf trocken vor die Drei-Meter-Linie (16:20).
Auch von der Linie lief es erneut solide: Das 17:21 war erst der zweite Aufschlagfehler der SVG im Satz. Champlin führte sein Team zum Matchball, machte per Pipe schon seinen neunten Punkt im Satz (18:22) und legte per Angriff in der Mitte nach (19.24). Ein Missverständnis auf FT-Seite nach einem Välimaa-Aufschlag besiegelte den verdienten Lüneburger Erfolg. Wie verdient, zeigt die Statistik: 6:0 Asse, 51:33 Prozent Angriffsquote und eine Punktequote von 73 zu 33 Prozent im ersten Angriff nach guter Annahme waren nur drei Parameter für einen runden Auftritt des Pokalsiegers.
Als MVP wurde Ethan Champlin gekürt. Der Außenangreifer war auch Topscorer (21 Punkte), Axel Enlund (12) und Jesse Elser (11) punkteten ebenfalls zweistellig. Auf Freiburger Seite punkteten fast alle eingesetzten Spieler - allerdings keiner zweistellig.
SVG: Young, Välimaa, Elser, Howe, Enlund, Champlin - Takahashi; eingewechselt: Larsen
Stimmen zum Spiel:
Ethan Champlin (SVG Lüneburg): “Ich bin stolz auf das Team. Es war nicht leicht gegen Freiburg. Sie spielen ihren eigenen Stil, daran mussten wir uns anpassen. Aber wir haben erfolgreich unser Volleyball gespielt. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben - und jetzt machen wir weiter.“
Lorenz Rudolf (FT 1844 Freiburg): “Den ersten Satz konnten wir richtig spannend gestalten. Am Ende hat es leider nicht ganz gereicht. Überhaupt konnten wir am Anfang der Sätze immer gut mithalten. Am Ende haben sie ihre Klasse gezeigt - sie sind nicht umsonst Pokalsieger geworden. Wir können dennoch relativ zufrieden sein. Wir haben ein gutes Gesicht gezeigt, mit Freude und Spaß gespielt, Kampfwillen gezeigt. Wir sind manchmal von unserem Spielstil abgewichen, mehr die harten Lösungen gegangen. Da hätten wir unserem Stil treu bleiben müssen, dann wäre es vielleicht etwas knapper geworden.” gm
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