Lüneburg, am Donnerstag den 21.05.2026

Tierischer Nachwuchs im Biosphaerium Elbtalaue

von Biosphaerium Elbtalaue am 21.05.2026


Nicht nur im Bleckeder Storchennest werden zwei Jungtiere groß und können über die Storchenkamera im Biosphaerium beobachtet werden, sondern auch in der Biberburg des Biosphaeriums sind nach fast genau zwei Jahren drei junge Biber zur Welt gekommen. Die drei Jungtiere sind wohlauf und leben nun in der Biberburg mit ihren Eltern und einem älteren Geschwisterkind. Schwangerschaften bei Bibern sind für uns Menschen nicht erkennbar; das dichte Fell in Falten lässt keine Rundungen sichtbar werden. Auch unterscheiden sich Männchen und Weibchen äußerlich nicht. „Und außerdem hatten wir auch gar nicht mehr mit Nachwuchs gerechnet“, so Andrea Schmidt, Geschäftsführerin des Biosphaeriums, „gab es doch in 2025 nach mehreren Jahren keinen Nachwuchs.“ Doch nun sind die mittlerweile zwölf Jahre alten Tiere doch noch einmal Eltern geworden und dies gleich dreifach – im Biosphaerium eine Premiere. „Zwar können Biber bis zu vier Junge in einem Wurf haben, in der Regel sind es aber nur zwei Jungtiere“, so Andrea Schmidt. In der Natur verlassen die Jungtiere mit zwei Jahren ihre Eltern, suchen sich ein neues Revier und gründen eine eigene Familie. Auch der Nachwuchs in der Bleckeder Biberburg geht deshalb in einem entsprechenden Alter „auf Wanderschaft“: Durch die Abgabe von Tieren zwischen Zoos und Tierpark in Deutschland bzw. den Nachbarländern haben frühere Jungtiere aus Bleckede ein neues Zuhause gefunden und selbst schon Familien gegründet. Dieser Austausch wird durch ein langjähriges Netzwerk und die Mitgliedschaft des Biosphaeriums in der Deutschen Tierpark Gesellschaft ermöglicht. Auch wenn es diesmal drei Biberbabys sind, so bietet die Biberburg mit ihren beiden Höhlen, auch Kessel genannt, viel Platz für die insgesamt sechs Tiere. Dort schlafen die aktuell ca. 15 cm großen Jungtiere tagsüber, häufig noch eng an die säugende Mutter oder an das große Geschwister angelehnt. Abends verlassen die Alttiere dann nacheinander den Kessel und gehen im Revier auf Nahrungssuche. Die Jungtiere verbleiben mit einem Elterntier im geschützten Biberbau. Der Zugang liegt auch hier – wie bei Kesseln in der freien Natur – unterhalb der Wasseroberfläche, um sich vor dem Eindringen möglicher Feinde zu schützen. Erst nach ein paar Wochen werden die drei Biberbabys von ihren Eltern mit nach draußen genommen. Da sie anfangs noch zu leicht sind, um alleine Tauchen zu können, fassen hierbei die Eltern ihre Kleinen ähnlich wie Katzen im Nacken. Wie es sich mit dem Nachwuchs verhält, ob da kleine Jungs oder Mädels geboren wurden, werden auch die Mitarbeiter des Biosphaeriums erst in ein paar Monaten wissen: Dann werden bei einer Routine-Untersuchung Haarproben zur genetischen Untersuchung eingeschickt. Alle weiteren Informationen unter www.biosphaerium.d

© Fotos: Biosphaerium Elbtalaue


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