Lüneburg, am Mittwoch den 06.05.2026

Todesermittlungen gehören zum Alltag der Polizei

von Carlo Eggeling am 06.05.2026


Es gebe keinen Hinweis auf ein Tötungsdelikt, keinen Hinweis auf ein Gewaltverbrechen, heißt es von der Polizei, nachdem vor Wochen an der städtischen Unterkunft in Rettmer der Leichnam eines 53-Jährigen gefunden wurde. Gleichwohl sei eine Obduktion angeordnet worden, ein schriftliches Ergebnis liege nicht vor. Für weitere Fragen sei die Staatsanwaltschaft zuständig.
Die Landeszeitung hatte zuerst über den Vorfall berichtet. In dem Beitrag heißt es, der der Mann habe vor seinem Tod mit anderen massiv Alkohol getrunken. Ob das eine Rolle für den Tod des Mannes spielt, ist offen.
Todesermittlungsverfahren gehören zum Alltag für die Polizei. Fünfmal, manchmal öfter, werden die Beamten in Stadt und Kreis gerufen, wenn jemand verstorben ist. Das kann die alte Dame sein, die von ihren Nachbarn im Bett gefunden wird, es kann ein Freitod sein, es kann jemand sein, der im Krankenhaus verstarb. Es sei also Routine, Todesfälle zu untersuchen mit dem Blick darauf, was die Ursache gewesen sein könnte. Oftmals stellt der Hausarzt einen Totenschein aus -- keine Ermittlungen.
Es geht aber auch um Vorbeugung: Gerichtsmediziner nennen als Beispiel ein defektes Gerät, das einen tödlichen Stromschlag auslöste -- eine Gefahr auch für andere.
Der Tote aus Rettmer ist den Behörden seit längerem aus der Gruppe der Nichtsesshaften bekannt, auch wegen seines Alkoholkonsums. Denkbar, dass die Organe schließlich versagt haben. Carlo Eggeling

© Fotos: ca


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