Tödliches Feuer in Adendorf — Attacke auf Polizisten
von Carlo Eggeling am 23.02.2026Tödliches Feuer in Adendorf -- Akten gehen an die Staatsanwaltschaft
Zweieinhalb Monate nach dem tödlichen Feuer am Jahnweg in Adendorf hat die Polizei ihre Ermittlungsergebnisse an die Staatsanwaltschaft abgegeben. Wie berichtet, kam es am frühen 5. Dezember zu einem tragischen Unglück. In dem Zweifamilienhaus war mutmaßlich wegen einer vergessenen brennenden Kerze ein Feuer ausgebrochen. Ein Soldat, der auf dem Weg zur Arbeit war, sah den Brand und eilte zur Hilfe.
Nach Stand der Ermittlungen war ein Hausbewohner auf das Dach eines Anbaus geklettert, um eine Schildkröte aus dem Gebäude zu retten. Der Helfer soll dem Mann hinterhergestiegen und durch die Konstruktion gebrochen sein -- er starb in dem selbstgebauten Wintergarten. Der Bewohner soll gewusst haben, wo er sicheren Tritt hatte, der Helfer eben nicht, darin könnte Grund gelegen haben, dass er einbrach.
An der Burmeisterstraße geht es nun um eine rechtliche Einordnung des Geschehens und eine mögliche Anklageerhebung. Sollte die erfolgen, geht der Fall ans Gericht, das entscheidet, ob es die Anklage zulässt und eine Verhandlung ansetzt.
Nach dem Tod des 43-Jährigen starteten Freunde eine Spendenaktion für den Familienvater, weit mehr als 100 000 Euro kamen zusammen. An dem schicksalhaften Morgen wurden zudem zwei Bewohner verletzt: Eine 81-Jährige und ihr 53 Jahre alter Sohn mussten mit einer Rauchgasvergiftung und Verbrennungen im Krankenhaus behandelt werden. Ein weiterer Mann, er lebte in einer Kellerwohnung, konnte sich rechtzeitig ins Freie retten.
+ Polizisten in Gefahr -- war es ein Mordversuch?
Der 19-Jährige soll in der Nacht zu Freitag mit einem Audi auf Polizisten zugerast sein, die sich nur durch einen Sprung zur Seite retten konnten -- war es versuchter Mord? Das prüfen Polizei und Staatsanwaltschaft, heißt es auf Nachfrage. Wie berichtet, wollte ein Trio gegen 23.30 Uhr auf der Sportanlage zwischen Schützenstraße und Kaltenmoor einen Aufsitzmäher stehlen. Zeugen hatten die Männer entdeckt und die Polizei alarmiert. Die kam mit mehreren Streifenwagen. Auf der Flucht preschten die Verdächtigen auf einem Verbindungsweg auf die Beamten zu -- nicht einmal ein Warnschuss stoppte die Männer.
Kurz darauf stoppte die Polizei die Beschuldigten. Doch der 19 Jahre alte Fahrer, sein Beifahrer (20) und ein mutmaßlicher Komplize (34) kamen wieder auf freien Fuß. Es lägen keine ausreichenden Haftgründe vor, also beispielsweise Flucht- und Verdunklungsgefahr. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen fällt der Name einer Familie aus Kaltenmoor, die immer wieder mit schweren Straftaten in Verbindung gebracht wird. Dazu zählen eine Schießerei in Kaltenmoor im April und eine Attacke in Hamburg-Billstedt auf einen Mann einer anderen Familie, der danach im Koma lag. Carlo Eggeling
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