Lüneburg, am Montag den 23.02.2026

„Verzicht predigen, Sicherheit genießen – wie gerecht ist Politik von oben?“

von Winfried Machel am 18.02.2026


Würde ein langjähriger Bundestagsabgeordneter nach 20-jährigem Mandat heute ausscheiden, hätte er Anspruch auf bis zu 18 Monate Übergangsgeld – bei aktuell rund 11.000 bis 12.000 Euro monatlich also deutlich über 200.000 Euro brutto zur Überbrückung.

Hinzu kommt später eine Altersentschädigung von rund 5.500 bis 6.000 Euro monatlich ab Rentenalter.

Dem gegenüber steht eine durchschnittliche gesetzliche Rente, die häufig unter 1.500 Euro liegt – nach vier Jahrzehnten regulärer Arbeit. Das eigentliche Problem ist daher nicht die Existenz einer Absicherung, sondern die Dimension.

Aus einer solchen finanziellen Sicherheit heraus lässt sich naturgemäß leichter fordern, dass Bürgerinnen und Bürger verzichten oder sparen sollen. Juristisch ist das System legitim, politisch beschlossen und transparent. Gesellschaftlich jedoch wirkt es auf viele wie ein doppelter Maßstab – und genau dort entsteht das Glaubwürdigkeits- und Gerechtigkeitsproblem.

© Fotos: KI genetiert


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