Lüneburg, am Montag den 08.06.2026

Warum kein Fahrradring Am Berge? Ideen für eine schönere Straße

von Carlo Eggeling am 24.04.2026


Fahrradring über die Ilmenaustraße? Warum eigentlich? Die meisten Radler nutzen den Straßenzug Am Berge, um vom Sand weiter in Richtung Marktplatz zu fahren. Mit seinen uralten Häusern eine romantische Kulisse und zudem flankiert von viele kleinen Geschäften, Friseur und Gastronomie. Jüngster Streich ist der Heidkrug. Wirt Stefan Ennen lockt mit Küche und Kultur, aber auch "Oldies" wie das Fischrestaurant, Café und Nudelkontor prägen den Teil hinter dem Brömse-Haus.

Mein Vorschlag: Weg mit den Parkplätzen, breite Fuß- und Radwege, sodass mehr Sitzen und Verweilen möglich ist. Die hässlichen Fahrradbügel an der Ecke zur Rosenstraße weg. Aus den unteren Etagen des Karstadt-Parkhauses sichere Stellplätze für Fahrräder mit guten Sicherungen, Ladestationen für E-Velos und einer Reparaturstation. War schon ein Vorschlag im Wahlkampf vor fünf Jahren.

Das hätte den Vorteil, dass der Schwarzhandel mit weißem Pulver an der Station sicher unattraktiver werden würde, weil mehr Menschen die Abstellmöglichkeiten ansteuern. Das Ganze sollte sich Richtung Stint fortsetzen -- wäre Konkurrenz für den Späti, der sich als maximale Abfüllstation für trinkfreudige Raufgestalten darstellt. Zudem würde das Wasserviertel besser an den Stadtbummel angeschlossen.

Klar, das Parkhaus muss für Autos weiter erreichbar bleiben, doch wenn es mehr Café-Stimmung gibt, sinkt vermutlich das Tempo. Und vielleicht entstehen noch ganz neue Ideen für den Kfz-Speicher, der mitten in der Stadt nicht mehr zeitgemäß ist.

Einen Eindruck gibt eine Animation, die mein Kollege Winfried Machel mithilfe von KI erstellt hat. Danke dafür. Und träumen darf man doch mal. Carlo Eggeling

© Fotos: Machel / KI


Kommentare Kommentare

Kommentar von Erwin Habisch
am 24.04.2026 um 22:22:21 Uhr
Warum Fahrradring über die Ilmenaustraße? Ganz einfach: Weil seit mehr als dreißig Jahren zwischen Kalandstraße und Münzstraße Schrittgeschwindigkeit vorgeschrieben ist - bis "Auf dem Wüstenort" wegen Fußgängerzone, der Rest als verkehrsberuhigter Bereich. Das alle dort zu schnell fahren, ändert ja nichts an der Rechtslage. Die Radler müssten saftige Bußgelder berappen, wenn dort kontrolliert werden würde. Die dort fahren, tun sich auf dem Holperpflaster nicht nur wegen des fahrradfeindlichen Belags keinen Gefallen... und Fahrradbügel an der Ecke zur Rosenstraße wegnehmen ist keine gute Idee: Wo sollen die Räder denn dann abgestellt werden? Es sind ja schon jetzt zu wenige Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in der Innenstadt.
Bei Autofahrern liefern halb leer stehende Parkhäuser angeblich immer noch nicht genügend Parkplätze. Sollen Radfahrer beim Einkaufen anscheinend ihr Fahrrad auf die Schulter nehmen?
... und zur Sicherheit der Fußgänger in der Fußgängerzone wird - typisch für Lüneburg - kein Wort verloren. Deren Sicherheit scheint in Lüneburg an letzter Stelle zu stehen. Auch für deren Sicherheit soll der Fahrradstraßenring über die Ilmenaustraße verlaufen - und nicht durch die Fußgängerzone, wo das rechtlich gar nicht möglich ist.


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