Lüneburg, am Dienstag den 17.02.2026

Wasserstoffanschluss sichern – Transformation meistern

von Industrie- und Handelskammer am 17.02.2026



Unternehmen können noch bis 13. März Strom- und Wasserstoffbedarfe für die Netzplanung anmelden. Die IHKLW ruft zur Beteiligung an Umfrage auf

Die Übertragungsnetzbetreiber, Gas-Fernleitungsnetzbetreiber und Wasserstofftransportnetzbetreiber erfragen aktuell bundesweit Bedarfe für das künftige Strom- und Wasserstoffnetz. Noch bis Freitag, 13. März, können Unternehmen ihren Bedarf melden – und sollten die Gelegenheit nutzen, denn die Angaben fließen in die Planungsgrundlage für die nächsten Netzentwicklungspläne ein. Darauf weist die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) hin und ruft Unternehmen auf, sich unter www.infrastrukturbedarf-abfrage-nep.de an der Abfrage zu beteiligen.

„Die Netze werden nicht ins Blaue hinein gebaut. Wer Wasserstoff als Energieträger einplant, muss seinen Bedarf jetzt sichtbar machen – sonst läuft er Gefahr, dass die Trassen am eigenen Standort vorbeigeplant werden. Diese Marktabfrage ist die Chance, Planungssicherheit für Unternehmen und Infrastruktur gemeinsam herzustellen“, sagt Tobias Siewert, IHKLW-Teamleiter Standort- und Politikberatung und Infrastrukturexperte. Wer in den kommenden Jahren wachsen, Produktionsprozesse umstellen, elektrifizieren oder Wasserstoff einsetzen will, sollte seinen Bedarf jetzt anmelden, um in der Netzplanung berücksichtigt zu werden.

Laut IHKLW stehen zahlreiche Unternehmen insbesondere aus dem produzierenden Gewerbe vor der Herausforderung, ihre Klimaneutralität entweder durch den Einsatz von Wasserstoff oder durch die Nutzung eines deutlich verstärkten Stromanschlusses gewährleisten zu müssen. Die Marktabfrage ist somit ein zentraler Baustein, die Versorgung in Zukunft sicherzustellen, und gilt als Basis für die Szenario-Rahmen der Netzentwicklungspläne Strom sowie Gas und Wasserstoff für 2027. Für Unternehmen geht es damit um eine zentrale Standortfrage: Welche Energie steht künftig in welcher Menge am Werkstor zur Verfügung – und wann? Insbesondere Wasserstoff gilt wegen seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten als zentraler Baustein auf dem Weg zu klimaneutraler Produktion.

Mitmachen sollten alle Akteure, deren Projekte für Strom- oder Wasserstoffnetze relevant sind. Dazu zählen unter anderem Großverbraucher mit geplanter elektrischer Anschlussleistung ab zehn Megawatt, Betreiber von Power-to-Gas-Anlagen ab zehn Megawatt, Produzenten und Verbraucher von Wasserstoff sowie Unternehmen, die an bestehenden Standorten deutliche Laststeigerungen erwarten. Auch wer künftig neu an eines der Netze angeschlossen werden möchte, kann Bedarfe melden.
***
Lüneburg, 17. Februar 2026

© Fotos: Pixabay Beispielfoto


Kommentare Kommentare


Zu diesem Artikel wurden bisher keine Kommentare abgegeben.



Kommentar posten Kommentar posten

Ihr Name*:

Ihre E-Mailadresse*:
Bleibt geheim und wird nicht angezeigt

Ihr Kommentar:



Lüneburg Aktuell auf Facebook