Zoff mit Sängerin Sarah Engels — Ratsherr Martin Lühmann entschuldigt sich
von Carlo Eggeling am 03.03.2026 Es war vor Jahrzehnten vielleicht lustig, heute nicht mehr: Ratsherr Martin Lühmann hat auf ein Tanzvideo von Sarah Engels bei Tiktok reagiert. Die Sängerin hatte abgenommen und Lühmann kommentierte im Januar: "Schick, aber war da nicht mal mehr um den Brustkorb." Die Sängerin hat den Vorentscheid gewonnen und wird Deutschland beim Eurovision Song Contest in Wien vertreten.
Die Künstlerin findet Lühmanns Spruch überhaupt nicht witzig, mit einem neuen Video kontert sie "Mein Körper -- not your Buisness". Begleitet wird von zig Kommentaren, die Lühmanns Text ebenfalls als daneben einordnen.
Der Wirt des Anno 1900 in der Altstadt sagt: "Ein Shitstorm. Ich habe mich schon längst schriftlich entschuldigt. War blöd von mir. Ich hatte ein paar Bier zu viel."
Die Aufregung besitzt eine politische Komponente. Lühmann war bis vor ein paar Wochen Mitglied bei den Grünen. Er trat aus, weil er mit deren Linie unter anderem zur Fahrradroute an der Ilmenaustraße nicht einverstanden war. Auch mit der eher linken Ausrichtung einigen Fraktionskolleginnen war er nicht einverstanden. "Ich wollte schon früher austreten, aber die Sache hat meine Entscheidung beschleunigt", sagt Lühmann. Seinen Austritt habe er Fraktionschef Ulrich Blanck und Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch bereits im Dezember mitgeteilt, vor dem Post. "Ich wollte das im März offiziell machen." So wurde der Schritt Anfang Februar bekannt.
Martin ist für eine rauhe, aber herzliche Art bekannt. Viele hat erstaunt, dass der Kneipier die Grünen als politische Heimat gewählt hatte, gerade bei Jüngeren kam "Schnitzel-Martin" nur begrenzt gut an. Allerdings ist er auch der, der mit denen und bei denen gut aus- und ankommt, die wenig mit den "Ökos" anfangen können. Sein Ausstieg, so sagt er, habe nicht nur den Ärger für ihn selbst innerhalb der Partei minimieren sollen, sondern zudem Schaden von der Partei abwenden. Ob das gelingt, mag dahin stehen.
Lühmann überlegt, wieder für den Rat zu kandidieren. SPD und CDU kämen infrage, wobei die Schwarzen eher zu dem Unternehmer passen dürften. Er selbst lässt das offen. Und sagt zum Schluss gewohnt eindeutig, was Sache ist: "War scheiße von mir, und ist scheiße gelaufen. Tut mir leid." Carlo Eggeling
Kommentare
am 03.03.2026 um 17:41:31 Uhr
Mit einem „mehr“ wird es erst zum Skandal
Mit Grüßen
am 03.03.2026 um 20:33:46 Uhr
am 03.03.2026 um 18:25:46 Uhr
Übrigens: Ihr Zitat des Posts von Herrn Lühmann ist falsch. Es fehlt das Wort "mehr".
Auch in Lüneburg gibt es viele Manuel Hagels.
Ich kommentiere ungern auf Ihrem Blog, weil die Spatzen von den Lüneburger Dächern pfeifen, dass Sie sich an Kommentator:innen, die sich kritisch äußern, öffentlich medial "rächen".
Ihr Eingangssatz kann für mich als Frau aber nicht unkommentiert bleiben. Daher nehme ich das nun in Kauf.
am 03.03.2026 um 21:30:48 Uhr
Das mehr wurde ergänzt. Danke selbstverständlich für den Hinweis.
Entspannten Abend, Grüße, LA
am 04.03.2026 um 09:40:07 Uhr
Auch mit ein paar Bier zu viel bleibt es eine Unverschämtheit, zeigt es doch die Grundeinstellung dieses Mannes. Der hat sowieso bei den "Grünen" nichts verloren - meine Stimme kriegt der jedenfalls nicht! Sein Lokal bleibt für uns ein No-Go.
Viele Frauen haben unter den Kommentaren einiger Männer gelitten, in der heutigen Zeit kann Frau sich wenigstens wehren.
am 04.03.2026 um 11:12:15 Uhr
Wenn Sie als Blogger ohne weitere inhaltliche Reflexion zu Ihrem Eingangssatz lediglich mit "Entspannten Abend" reagieren, so bemühen Sie die jahrhundertealte Abwehr von Männern gegen berechtigten Kritik von Frauen: Das Problem (fehlende Reflexion) wird vom Verhalten des Mannes auf die angebliche Überempfindlichkeit der Frau verschoben.
am 04.03.2026 um 14:39:18 Uhr
Geht entspannter Nachmittag? ;-)
Grüße, LA
am 04.03.2026 um 11:13:15 Uhr
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