In Teilzeit zum Erzieher

von Hansestadt Lüneburg im April 2019

Hansestadt bietet viele Plätze für neues Ausbildungsmodell an

(sp) Lüneburg. Um dem Fachkräftemangel in den Kindertagesstätten zu begegnen, geht die Hansestadt Lüneburg mit einem berufsbegleitenden Ausbildungsmodell seit kurzem neue Wege. Hierbei absolvieren Sozialassistentinnen und -assistenten in drei Jahren eine Ausbildung zum Erzieher und arbeiten parallel in Teilzeit in einer städtischen Einrichtung. Attraktiv ist das für die Nachwuchskräfte vor allem deshalb, weil die Auszubildenden anders als bei der sonst üblichen schulischen Ausbildung ein geregeltes Einkommen bekommen. Die Kitas profitieren wiederrum davon, dass die künftigen Erzieherinnen und Erzieher bereits in den Einrichtungen als zusätzliche Kräfte mitarbeiten, hierbei sehr viel Praxiserfahrung sammeln und auch die Bindung zur Hansestadt als Träger gestärkt wird. „Wir haben super Erfahrungen mit diesem Modell gemacht und wollten es nun ausbauen“, sagt Lüneburgs Bildungsdezernentin Pia Steinrücke.

Nachdem die Stadt in den letzten zwei Jahren mit zunächst wenigen Stellen gestartet war, werden daher in diesem Jahr gleich zehn neue Stellen ausgeschrieben. Im Rahmen des Bundesprogramms Fachkräfteoffensive erhofft sich die Stadt hier außerdem eine finanzielle Unterstützung vom Bund.

Lüneburgs Bildungsdezernentin sieht die Teilzeit-Ausbildung allerdings nur als einen von mehreren Bausteinen auf dem Weg der Fachkräftegewinnung. „Wir wollen als Stadt Lüneburg insgesamt die duale Ausbildung und den Quereinstieg fördern“, so Steinrücke. „Daher appellieren wir dringend an das Land Niedersachsen, hierfür die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.“

Starten wird die berufsbegleitende Ausbildung in Teilzeitform für den nächsten Jahrgang zum 1. August 2019, Bewerbungen sind noch bis zum 23. April möglich. Für weitere Informationen ist bei der Stadt Anja Katharina Grumann, Teamleiterin für Kindertagesstätten ansprechbar unter der Telefonnummer 04131- 309 3361.

Ganz wichtig dabei: Die neuen Azubis, die während der Teilzeitausbildung lediglich über den Abschluss Sozialassistent verfügen, werden als Zusatzkräfte beschäftigt und ersetzen keine Erzieher und Erzieherinnen in den städtischen Kitas.


Kommentare

User
gepostet von Eva Birsee
am 12. April 2019 um 19:16:53 Uhr
Hallo, ich würde mich sehr freuen, wenn es für die vielen Kinderpflegerinnen, die schon tolle Arbeit leisten, aber kaum Geld und Annerkennung dafür bekommen, die schnelle Weiterbildung zum Erzieher möglich gemacht wird. Zur Zeit müsste ich erst die berufsbegleitende Ausbildung zum Sozialassistenten erst machen in 1 1/2 Jahren und dann noch 3 Jahre berufsbegleitend die Erzieher Ausbildung. Das wären fast 5 Jahre. Seit 6 Jahren arbeite ich sehr gern und gut im Elementarbereich und würde dann sofort den Erzieher machen, aber eben nur den Erzieher. Ich bin schon 50 früher gab es nur den Kinderpfleger oder den Erzieher. Für mich hat das Kind einfach nur einen anderen Namen und die Kinderpfleger werden einfach vergessen. Für sehr viele Berufe gibt es die Möglichkeit des Quereinsteiger, aber eben nicht für den Kinderpfleger. Das ist sehr frustrierend! Habe schon die Ministerien deswegen angeschrieben und ich hoffe sehr, das sich in der Hinsicht doch schnell was ändern wird. Ich und meine Kolleginnen würden sich jedenfalls sehr freuen!

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