Lüneburg, am Freitag den 16.10.2026

45 Feuerwehrleute ackern in Gartenkolonie

von Feuerwehr am 16.10.2026


Die Feuerwehr Lüneburg wurde am Mittwochabend, den 14. Oktober 2026, um 22:16 Uhr zu einem Gartenlaubenbrand im Kleingartenverein Ilmenau alarmiert. Mehrere Anrufer hatten das Feuer gemeldet. Bereits auf der Anfahrt waren Feuerschein und eine deutliche Rauchentwicklung sichtbar, beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Gartenlaube bereits in Vollbrand. Unmittelbar nach der ersten Lageerkundung leiteten die Einsatzkräfte die Brandbekämpfung ein. Zwei Trupps unter Atemschutz gingen dabei mit zwei C-Strahlrohren gegen die Flammen vor. Eine besondere Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung innerhalb der Kleingartenanlage dar. Da die Wasserversorgung an solchen Einsatzstellen häufig erschwert ist, wurde ein Tanklöschfahrzeug mit einem Wasservorrat von 5.000 Litern sowie ein weiteres Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20) aus dem Feuerwehrhaus Lüneburg-Süd zur Unterstützung alarmiert. Durch die zusätzlichen Fahrzeuge wurde die Wasserversorgung für die laufende Brandbekämpfung sichergestellt und durch das HLF eine Bereitschaft für weitere Einsätze sichergestellt. Während der Löscharbeiten wurde aus der brennenden Gartenlaube eine Gasflasche geborgen und anschließend gekühlt, um die Gefahr, ausgelöst durch die Hitzeeinwirkung, zu reduzieren. Da die Gartenlaube über einen Stromanschluss verfügte, wurde außerdem der zuständige Energieversorger zur Einsatzstelle alarmiert, um das Gebäude sicher vom Stromnetz zu trennen. Im weiteren Verlauf ergab sich der Verdacht, dass im Dachbereich asbesthaltige Materialien verbaut waren. Zum Schutz der eingesetzten Kräfte wurde deshalb eine Dekontaminationsstelle eingerichtet. Diese diente dazu, die Einsatzkräfte nach den Löscharbeiten sicher zu entkleiden und zu reinigen, um eine mögliche Verschleppung belasteter Partikel zu verhindern. Nachdem die Brandbekämpfung abgeschlossen war, wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt. Dabei wurde zusätzlich Schaummittel eingesetzt, um alle Glutnester zu ersticken und ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Der betroffene Bereich wurde umfangreich mit mehreren Wärmebildkameras kontrolliert. Gegen 00:05 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr abgeschlossen. Unter der Einsatzleitung von Rainer Utermöhlen waren rund 45 Einsatzkräfte der Feuerwehr Lüneburg bei dem Brand im Einsatz. Zusätzlich waren der Rettungsdienst und die Polizei Lüneburg vor Ort. Die Einsatzdauer betrug knapp zwei Stunden.

bericht: kilian Eising

© Fotos: Feuerwehr


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