46.900 Beschäftigte pendeln über die Kreisgrenze
von Lüneburg Aktuell redaktionell gekürzt am 09.09.2026
NGG Lüneburg fordert „Mobilitätsgeld“ für Arbeitswege
Lüneburg. Jeden Tag sind Tausende Beschäftigte auf dem Weg zur Arbeit über die Grenzen des Landkreises Lüneburg unterwegs. Nach aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit pendeln 18.310 Beschäftigte für ihren Job in den Landkreis hinein. Gleichzeitig arbeiten 28.620 Menschen, die im Landkreis wohnen, außerhalb der Kreisgrenzen.
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Region Lüneburg nimmt die insgesamt 46.930 Ein- und Auspendler zum Anlass, angesichts hoher Kraftstoffkosten ein sogenanntes „Mobilitätsgeld“ zu fordern.
Nach dem Vorschlag der Gewerkschaft sollen Pendler unabhängig vom Einkommen 17 Cent je Kilometer vom Staat erhalten. Das Geld könnte entweder direkt ausgezahlt oder bereits beim monatlichen Lohnsteuerabzug berücksichtigt werden.
„Gerade auch die Fahrten zum Arbeitsplatz reißen Löcher in die Haushaltskassen“, erklärt NGG-Geschäftsführer Steffen Lübbert. Besonders betroffen seien Beschäftigte mit niedrigen Einkommen, die für ihren Arbeitsweg auf das Auto angewiesen seien.
Darüber hinaus fordert die NGG die Einführung einer Übergewinnsteuer für große Energiekonzerne. Diese solle nach Vorstellung der Gewerkschaft rückwirkend zum Beginn des Iran-Kriegs gelten. Mit den zusätzlichen Staatseinnahmen könnten Verbraucher entlastet werden.
Quelle: Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Region Lüneburg; Pendlerzahlen: Bundesagentur für Arbeit
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