Lüneburg, am Dienstag den 27.10.2026

# 580 Reinigungskräfte im Kreis Lüneburg warten auf mehr Geld

von Lüneburg Aktuell redaktionell gekürzt am 27.10.2026



**Gewerkschaft fordert zwei Euro mehr pro Stunde – Arbeitgeber bieten bislang deutlich weniger. Am 3. November wird weiterverhandelt.**

Rund 580 Menschen arbeiten im Landkreis Lüneburg in der Gebäudereinigung. Viele von ihnen beginnen ihren Arbeitstag bereits mitten in der Nacht. Doch beim Lohn liegen Gewerkschaft und Arbeitgeber weit auseinander.

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert eine Erhöhung des Stundenlohns um zwei Euro auf dann 17 Euro. Nach Angaben der Gewerkschaft bieten die Arbeitgeber bislang lediglich 1,8 Prozent mehr ab Mai 2027. Das wären 27 Cent zusätzlich pro Stunde.

„Das ist eine Farce. Denn das reicht nicht einmal, um die Inflation aufzufangen“, kritisiert Achim Bartels, Vorsitzender der IG BAU Hamburg.

**Nur 40 Cent über dem Mindestlohn**

Ab Januar 2027 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 14,60 Euro. Reinigungskräfte verdienen derzeit 15 Euro pro Stunde und damit nur 40 Cent mehr.

Bartels fragt deshalb, warum Beschäftigte für diesen geringen Unterschied bereits um drei Uhr morgens aufstehen und körperlich schwere Arbeit leisten sollten.

Die Gewerkschaft warnt, dass Beschäftigte die Branche verlassen könnten, sollten die Arbeitgeber kein besseres Angebot vorlegen. Im Landkreis Lüneburg gibt es insgesamt 45 Gebäudereinigungsunternehmen.

Am Dienstag, 3. November, treffen sich Gewerkschaft und Arbeitgeber zur dritten Tarifverhandlungsrunde.

*Quelle: IG BAU Hamburg, Pressemitteilung vom 27. Oktober 2026.*

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© Fotos: IG BAU / Tobias Seifert.


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