Ärzte in Niedersachsen warnen vor Sparplänen und Medikamentenmangel
von Lüneburg Aktuell redaktionell gekürzt am 22.06.2026
Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat auf ihrer Klausurtagung in Uslar deutliche Kritik an den geplanten Reformen im Gesundheitswesen geübt. Die Delegierten lehnen das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ab und warnen vor negativen Folgen für Patienten.
Nach Ansicht der KVN würden Kürzungen bei der Vergütung von Arzt- und Psychotherapiepraxen zu weniger Terminen, längeren Wartezeiten und einem steigenden Fachkräftemangel führen. Zudem könne die Niederlassung für junge Mediziner unattraktiver werden.
Darüber hinaus zeigt sich das niedersächsische Ärzteparlament besorgt über die Arzneimittelversorgung. Angesichts von Apothekenschließungen und zunehmenden Lieferengpässen fordert die KVN, Arztpraxen künftig die Möglichkeit einzuräumen, Medikamente direkt an Patienten abzugeben. Besonders ältere und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen seien von den Versorgungsproblemen betroffen.
Quelle: Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN), Pressemitteilungen vom 22. Juni 2026.
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