Bleckeder Kinder sind begeistert
von Initiative / Schule am 22.06.2026Leuchtende Kinderaugen bei der BNE-Projektwoche der Elbtal-Grundschule Bleckede
Eine Woche lang drehte sich an der Elbtal-Grundschule Bleckede alles um Natur, Nachhaltigkeit, Tiere, Umwelt, Gemeinschaft und die Frage, wie Kinder ihre Zukunft aktiv mitgestalten können. Vom 15. bis 19. Juni 2026 fand dort eine große Projektwoche im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE, statt. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 1 bis 4 konnten in zwei verschiedenen Projekten forschen, bauen, entdecken, gestalten und erleben, wie vielfältig Nachhaltigkeit sein kann.
Das Angebot war breit gefächert: Einige Kinder beschäftigten sich mit Tieren, andere mit Lebensräumen, Artenvielfalt, Upcycling, Ernährung, Wald, Wasser, Papier, Insekten oder handwerklichen Projekten. Es wurden unter anderem Insektenhotels gebaut, ein Sandarium angelegt, Mini-Biotope gestaltet, Fledermauskästen gebaut, Papier geschöpft, ein Bücherhaus vorbereitet, Naturmaterialien erforscht und Lebensräume für heimische Tiere geschaffen. Auch außerschulische Lernorte und Kooperationspartner aus der Region spielten eine wichtige Rolle. So konnten die Kinder Natur und Nachhaltigkeit nicht nur im Klassenraum besprechen, sondern ganz praktisch und mit allen Sinnen erfahren.
Ein besonderer Schwerpunkt lag darauf, Bildung für nachhaltige Entwicklung für Kinder greifbar zu machen. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit Fragen auseinander wie: Was brauchen Tiere und Pflanzen zum Leben? Wie können wir Ressourcen schonen? Was können wir aus alten Materialien Neues entstehen lassen? Wie können wir unsere Schule nachhaltiger gestalten? Und welchen Beitrag kann jedes Kind selbst leisten? Dabei wurde deutlich, dass Nachhaltigkeit nicht abstrakt sein muss, sondern direkt vor der eigenen Haustür beginnt.
Ermöglicht wurde die Projektwoche in diesem Umfang vor allem durch die finanzielle Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung. Durch diese Förderung konnten zahlreiche Projektangebote, Materialien und außerschulische Lerngelegenheiten realisiert werden, die den Kindern besonders intensive und nachhaltige Lernerfahrungen ermöglichten. Die Elbtal-Grundschule ist sehr dankbar für diese wichtige Unterstützung.
Aktiv begleitet und bereichert wurden die Projekte außerdem von vielen engagierten Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern. Dazu gehörten unter anderem der Hof Steinberg, die Elbe Schafskäserei, der Imkerverein aus Alt Garge, der Funckenhof in Walmsburg, die Wildkräuterwanderungen aus Thomasburg von Naturkompass, „Helfende Tiere“ von Christina Armbruster, die Leuphana Universität Lüneburg sowie SCHLAU e.V. Durch ihre Fachkenntnisse, ihre Zeit und ihr großes Engagement konnten die Kinder ganz besondere Einblicke gewinnen und Lernorte außerhalb des Klassenzimmers erleben.
Am Freitag kamen zunächst alle Kinder wieder in ihren Klassen zusammen. Dort berichteten sie voller Freude und Begeisterung von ihren beiden Projekten. Viele Kinder erzählten so ausführlich und lebendig wie selten zuvor, was sie erlebt, gelernt und selbst geschaffen hatten. In vielen Klassen wurde spürbar, wie stark die Projektwoche die Kinder bewegt hatte. Die leuchtenden Augen und die vielen begeisterten Berichte zeigten eindrucksvoll, wie nachhaltig solche praktischen Lernerfahrungen wirken können.
In der zweiten Unterrichtsstunde traf sich die gesamte Schulgemeinschaft zu einem Schülerforum in der Turnhalle. Gemeinsam wurde noch einmal über zentrale Fragen der Bildung für nachhaltige Entwicklung gesprochen. Die Kinder konnten ihre Erfahrungen einbringen, voneinander hören und miteinander überlegen, was diese Woche für sie bedeutet hat. Besonders eindrucksvoll war eine Abfrage zu den Tierprojekten: Als gefragt wurde, wer in der Projektwoche etwas mit Tieren gemacht hatte, stand etwa die Hälfte der gesamten Schülerschaft auf. Rund 140 Kinder hatten sich also in ihren Projekten mit Tieren, ihren Lebensräumen oder ihrem Schutz beschäftigt.
Nach dem Schülerforum begannen die letzten Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür. Das Wetter machte es zunächst spannend: Kurz zuvor hatte es noch stark geregnet, und es bestand die Sorge, dass ein Teil der Präsentation nach drinnen verlegt werden müsste. Denn eigentlich sollten auch der Schulhof, der Schulgarten und die neu entstandenen Projekte im Außenbereich geöffnet werden. Pünktlich um 10 Uhr jedoch, als die ersten Eltern und Gäste zur Schule kamen, rissen die Wolken auf und die Sonne zeigte sich.
So konnten die Besucherinnen und Besucher nicht nur im Schulgebäude, sondern auch draußen auf dem Schulhof zahlreiche Ergebnisse bestaunen. Bei sommerlichen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit verteilten sich Eltern, Familien und Interessierte über das Schulgelände, sahen sich die entstandenen Lebensräume und Ausstellungen an und kamen miteinander ins Gespräch. Viele Kooperationspartner hatten zusätzlich Flyer, Broschüren und Informationsmaterialien ausgelegt, die von den Besucherinnen und Besuchern interessiert mitgenommen wurden.
Ein besonderer Moment war auch die Einweihung des neuen Bücherhauses. Die ersten Bücher fanden direkt ein neues Zuhause und machten deutlich, dass aus einem Projekt der Kinder etwas entstehen kann, das die Schulgemeinschaft auch über die Projektwoche hinaus begleitet. Auch die neu geschaffenen Lebensräume auf dem Schulhof, wie das Insektenhotel, das Sandarium und die Mini-Biotope, werden die Kinder weiterhin an diese besondere Woche erinnern.
Der Tag der offenen Tür bildete damit einen gelungenen Abschluss einer außergewöhnlichen Projektwoche. Überall waren zufriedene Lehrkräfte, dankbare Eltern und vor allem glückliche Kinder zu sehen. Die Elbtal-Grundschule bedankt sich herzlich bei der Bingo-Umweltstiftung, bei allen Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern, Unterstützerinnen und Unterstützern, Eltern, Kolleginnen und Kollegen sowie allen Beteiligten, die diese besondere Woche möglich gemacht haben.
Die BNE-Projektwoche hat eindrucksvoll gezeigt: Wenn Kinder Natur, Nachhaltigkeit und Verantwortung selbst erleben dürfen, entstehen nicht nur Wissen und neue Fähigkeiten, sondern auch Begeisterung, Gemeinschaft und der Wunsch, die eigene Umwelt aktiv mitzugestalten.
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