Lüneburg, am Donnerstag den 02.07.2026

Brückengegner sehen sich durch politische Entscheidungen bestätigt

von Lüneburg Aktuell redaktionell gekürzt am 02.07.2026


Die Bürgerinitiative „Ja zur Fähre – Nein zur Brücke“ sieht sich nach den jüngsten Beschlüssen rund um die geplante Elbbrücke zwischen Darchau und Neu Darchau in ihrer Kritik bestätigt. Während die Gemeinde Neu Darchau sowie der Landkreis Lüchow-Dannenberg gegen den Planfeststellungsbeschluss klagen beziehungsweise entsprechende Klagen unterstützen, hat der Kreistag des Landkreises Lüneburg zusätzliche Mittel für die weitere Planung des Brückenprojekts freigegeben.
Die Initiative kritisiert insbesondere, dass nach ihrer Darstellung rund 1,5 Millionen Euro, die ursprünglich für die Sanierung eines Lehrschwimmbades vorgesehen gewesen seien, nun in die weitere Brückenplanung fließen könnten. Sollte sich dies bestätigen, wäre dies aus Sicht der BI ein falsches Signal zulasten von Bildung und kommunaler Infrastruktur.
Zudem hält die Bürgerinitiative die Fortführung vorbereitender Maßnahmen wie Baugrunduntersuchungen für problematisch. Nach ihrer Auffassung bestehen weiterhin rechtliche Unsicherheiten über die Vollziehbarkeit des Planfeststellungsbeschlusses. Auch Fragen zur Finanzierung, zum tatsächlichen Bedarf der Brücke und zu Alternativen wie leistungsfähigen Fährkonzepten seien aus Sicht der Initiative nicht ausreichend geklärt.
Die Bürgerinitiative kündigt an, die Klagen der Gemeinde Neu Darchau, des Landkreises Lüchow-Dannenberg sowie des BUND Niedersachsen weiter zu begleiten und zu unterstützen.
Quelle: Bürgerinitiative „Ja zur Fähre – Nein zur Brücke“.

© Fotos: Bürgerinitiative


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