Checken statt Teilen
von Polizeidirektion am 30.07.2026Die Polizeidirektion Lüneburg startet am 03. August 2026 die sechswöchige Social-Media-Kampagne "Checken statt teilen". Ziel der Kampagne ist es, Bürgerinnen und Bürger für Desinformation zu sensibilisieren, Manipulationsmechanismen verständlich zu erklären und die Medienkompetenz im digitalen Alltag zu stärken. Denn Desinformation verunsichert Menschen und schwächt das Vertrauen in die Demokratie.
Über soziale Medien und Messenger-Dienste verbreitet sich Desinformation besonders schnell. Häufig wirken entsprechende Inhalte emotional, dringend oder vermeintlich glaubwürdig, weil sie aus dem persönlichen Umfeld weitergeleitet werden. Genau hier setzt die Kampagne an: Sie gibt Bürgerinnen und Bürgern Hinweise, wie sie Informationen prüfen, Quellen einschätzen und Falschmeldungen nicht ungewollt weiterverbreiten. Die Kampagne wird über einen Zeitraum von sechs Wochen auf den Instagram-Kanälen der sechs Polizeiinspektionen Celle, Harburg, Heidekreis, Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen, Rotenburg und Stade veröffentlicht. Geplant sind insgesamt 18 Beiträge in unterschiedlichen Formaten - darunter Reels, Umfragen, Grafiken und Carousels.
Inhaltlich geht es unter anderem darum, typische Warnzeichen für Desinformation zu erkennen, emotionale Manipulation in sozialen Medien besser einzuordnen und Falschmeldungen in Messenger-Gruppen nicht ungeprüft weiterzugeben. Auch KI-generierte Inhalte und Deepfakes werden thematisiert. Darüber hinaus vermittelt die Kampagne einfache Schritte zur Quellenprüfung und zeigt, warum verantwortungsvolles Teilen von Informationen im digitalen Alltag wichtig ist.
"Desinformation gefährdet Vertrauen und kann Menschen verunsichern. Als Polizei stehen wir für transparente, sachliche und überprüfbare Informationen mit Fakten, konsequenter Ermittlungsarbeit und einer offenen Kommunikation. Mit unserer Kampagne 'Checken statt teilen' appellieren wir an alle Bürgerinnen und Bürger, Informationen kritisch zu prüfen, offizielle Quellen zu nutzen und Gerüchte nicht ungeprüft weiterzuverbreiten. Gemeinsam stärken wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Sicherheit", erklärt Kathrin Schuol, Polizeipräsidentin der Polizeidirektion Lüneburg, zum Kampagnenstart.
Der Kampagnenname "Checken statt teilen" bringt die zentrale Botschaft auf den Punkt: Nicht jede Nachricht muss sofort weitergeleitet werden. Wer Informationen kritisch hinterfragt, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch andere.
Die Beiträge sind bewusst sachlich, modern und verständlich gestaltet. Sie richten sich insbesondere an Nutzerinnen und Nutzer sozialer Medien, an junge Menschen, Erwachsene sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die Informationen in ihren Netzwerken weitergeben.
Interaktive Formate wie Quizfragen und Umfragen begleiten die Kampagne. Das bindet die Community aktiv ein und regt dazu an, das eigene Medienverhalten zu reflektieren.
Die Polizeidirektion Lüneburg lädt alle Interessierten ein, die Kampagne auf den beteiligten Instagram-Kanälen zu verfolgen, Beiträge zu teilen und sich aktiv mit dem Thema Desinformation auseinanderzusetzen.
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