Clankriminalität in Niedersachsen rückläufig – BDK warnt vor Entwarnung
von Lüneburg Aktuell redaktionell gekürzt am 24.08.2026Clankriminalität in Niedersachsen rückläufig – BDK warnt vor Entwarnung
Die Zahl der registrierten Straftaten im Bereich Clankriminalität ist in Niedersachsen gesunken. Nach dem aktuellen Lagebild wurden 2025 insgesamt 2.691 Straftaten erfasst – 454 weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der Tatverdächtigen ging zurück.
Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) sieht darin dennoch keinen Grund zur Entwarnung. Gerade bei abgeschotteten kriminellen Strukturen bilde die Statistik nur das bekannte Hellfeld ab. Einschüchterung, verschleierte Geldflüsse und schwer erkennbare Netzwerke erschwerten die Ermittlungen.
Der BDK fordert deshalb weiterhin konsequenten Ermittlungsdruck, ausreichend spezialisiertes Personal und insbesondere stärkere Finanzermittlungen und Vermögensabschöpfung. Kriminelle Strukturen müssten vor allem dort getroffen werden, wo es ihnen weh tue: bei Geld, Immobilien und anderen Vermögenswerten.
Gleichzeitig betont der Verband ausdrücklich, dass bei der Bewertung von Clankriminalität konkretes kriminelles Verhalten und nicht Herkunft, Abstammung oder familiäre Zugehörigkeit entscheidend sein müsse.
Quelle: Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Landesverband Niedersachsen
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