Coca-Cola-Standort Lüneburg möchte Flascheneinsatz genauer planen
von Coca Cola am 30.07.2026Die Mitteilung von Coca Cola:
Coca-Cola Europacific Partners Deutschland (CCEP DE) erprobt am Standort Lüneburg ein Verfahren, das jede Mehrweg-Glasflasche mit einem individuellen Code kennzeichnet und so digital nachverfolgbar macht. Gemeinsam mit dem Glasflaschenlieferanten Vetropack Group und dem Start-up Myneral Labs hat CCEP DE die Lösung entwickelt und dafür den Deutschen Verpackungspreis 2026 in der Kategorie „Digitalisierung“ erhalten. Das Pilotprojekt für 0,75-Liter-Flaschen der Marken ViO (Lüneburg) und Apollinaris (Bad Neuenahr) ist das erste seiner Art in der Getränkeindustrie. Damit lässt sich erstmals der jeweilige Flaschenbestand durchgängig digital nachverfolgen.
Vom Erfahrungswert zum digitalen Lebenslauf
Bisher basierten Umlaufzahlen und Verlustannahmen für Mehrweg-Glasflaschen branchenweit auf Erfahrungswerten und Modellen. Mit dem neuen Verfahren erhält jede Flasche einen eingravierten Datamatrix-Code, eine Art digitalen Fingerabdruck. KI-gestützte Kamerasysteme auf der Produktionslinie lesen die Seriennummer bei jedem Durchlauf aus. So entsteht ein durchgängiger digitaler Lebenslauf für jede Flasche: Wie oft wurde sie befüllt? Wann und warum wurde sie aussortiert? Die gewonnenen Daten ersetzen bisherige Hochrechnungen und ermöglichen es, den Flaschenbestand präzise zu steuern und zu planen.
„Wir machen den Mehrwegkreislauf digital und transparent“
„Mit der Serialisierung verbinden wir die physische Flasche mit der digitalen Welt. So können wir erstmals flaschenindividuell nachvollziehen, wie sich unsere Gebinde im Kreislauf bewegen. Das hilft uns, Ressourcen gezielter einzusetzen und Prozesse effizienter zu gestalten", sagt Maika Seidler, Senior Manager Digital Innovation & Experimentation bei CCEP DE.
Drei Partner, eine Lösung
Vetropack Group graviert die Datamatrix-Codes direkt bei der Glasproduktion auf die Flaschen. Myneral Labs, Gewinner der CCEP-Innovationsinitiative „Open Challenge", liefert die KI-gestützte Kameratechnologie und die Software zur Datenauswertung. CCEP DE steuert das Projektmanagement und die Integration in den laufenden Produktionsbetrieb. Den Proof of Concept, also den Praxistest, haben die Partner gemeinsam entwickelt und erfolgreich abgeschlossen.
Einen Blick hinter die Kulissen des Pilotprojekts gibt es hier: Serialisierung: Coca-Cola macht Mehrweg-Glas digital
Foto: Adrian Müller / Coca-Cola
Über Coca-Cola in Lüneburg: Regional fest verwurzelt
Seit 1977 stellt Coca Cola im Lüneburger Werk Erfrischungsgetränke her. Der Standort zählt zu den modernsten Produktionsbetrieben von Coca Cola in Deutschland und ist einer von zwei Produktionsstandorten in Niedersachsen. Rund 235 Mitarbeitende sind hier in Produktion, Logistik und Vertrieb tätig. Auf insgesamt vier hochmodernen Abfülllinien wird eine große Vielfalt an Getränken in unterschiedlichen Flaschengrößen abgefüllt: kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke wie Coca-Cola und Coca-Cola Zero Sugar, ViO Produkte wie Mineralwasser, Schorlen und biozertifizierte Limonaden sowie Fuze Tea Eisteegetränke in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Mit kontinuierlichen Investitionen, zuletzt in den Ausbau der Mehrwegproduktion, stärkt Lüneburg seine Rolle als leistungsstarker und regional verwurzelter Produktionsstandort.
Coca-Cola Europacific Partners Deutschland (CCEP DE) ist mit einem Absatzvolumen von knapp 4,1 Milliarden Litern (2024) das größte deutsche Getränkeunternehmen. CCEP DE ist für die Abfüllung sowie den Verkauf und Vertrieb von Coca-Cola Markenprodukten in Deutschland verantwortlich und deutschlandweit an 25 Standorten tätig, davon 13 Produktionswerke. Das Unternehmen betreut ca. 325.000 Handels- und Gastronomiekunden und beschäftigt rund 6.500 Mitarbeitende. CCEP DE ist Teil von Coca-Cola Europacific Partners (CCEP).
Kommentare
am 30.07.2026 um 14:00:47 Uhr
Ist die MW-Anlage nur zur Erprobung oder ist geplant damit später am Standort Lüneburg weiter zu produzieren?
Können auf dieser Anlage nur neue Flaschen gefahren werden oder auch Flaschen, die bereits im Umlauf waren?
Falls ja, gibt es dann in Lüneburg jetzt auch eine Anlage zur Reinigung von Mehrwegflaschen?
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