Das warme Herz am Schützenplatz braucht Hilfe
von Carlo Eggeling am 30.10.2026Der Dichter großer Kirchenlieder gibt der nach ihm benannten Lüneburger Gemeinde in einer Strophe Hoffnung vor. Paul Gerhardt schrieb Mitte des 17. Jahrhunderts: "Ermuntert euch und singt mit Schall / Gott, unserm höchsten Gut, / der seine Wunder überall / und große Dinge tut." Ein kleines Wunder brauchen Diakonin Antje Stoffregen und das Paul-Gerhardt-Haus. Sie müssen Ende März ihr Übergangsquartier im Schützenhaus verlassen und suchen eine neue Bleibe, um der Gemeinde und den vielen, die mit und in ihr leben, ein neues Zentrum und Heimat zu geben. Die Geistliche sagt: "Das ist eine Herausforderung, die wir uns nicht gewünscht haben."
Wie berichtet, bauen die Christen ihre Kirche in Neu Hagen um und aus, um ihr eine Zukunft zu geben. Für diese Zeit sind sie -- nach langer Suche -- ins Schützenhaus umgezogen. Das stand leer, nachdem ein Bio-Markt ausgezogen war. Dort können Antje Stoffregen und ihre Mitstreiter bis ins Frühjahr bleiben. Inzwischen haben die Schützen ihr ehemaliges Lokal samt Saal an Bauträger verkauft.
Die Hoffnung, bis Ende 2027 die Räume weiter nutzen zu können, habe sich nicht erfüllt. "Das Unternehmen verlängerte den Mietvertrag nicht", sagt Antje Stoffregen. Die Probleme sind auch entstanden, weil der Kirchenvorstand für das Bauprojekt Kirche an der Bunsenstraße länger als gedacht warten musste, bis alle Genehmigungen und Förderbescheide vorlagen. So startet die Gemeinde erst in der kommenden Woche mit der Auftragsvergabe. Man ist optimistisch, dass die Handwerker alles bis Ende nächsten Jahres umgesetzt haben.
Paul Gerhardt bedeutet Kindertafel, Hausaufgabenhilfe und Betreuung, dazu Sprachangebote, Treffpunkt für den Stadtteil und darüber hinaus. Mehr als 130 Ehrenamtliche engagieren sich, um auf derzeit rund 600 Quadratmeter Fläche ein breites Angebot unterbreiten zu können.
Antje Stoffregen sucht nun ein Zuhause im Stadtteil zwischen Bahnhof und Flugplatz, um das warme Herz der Gemeinde weiterschlagen zu lassen. Im Kern geht es um die Kindertafel und alles, was daran hängt. Denn der Diakonin ist klar, dass sie möglicherweise nicht alles wie bisher fortführen kann. Doch mit Paul Gerhardt setzt sie auf den Herrn, "der seine Wunder überall / und große Dinge tut". Irdisch betrachtet suchen die Christen auf ein Übergangshaus für ein Dreivierteljahr, das erschwinglich ist.
Wer helfen kann, wendet sich an Antje Stoffregen: antje.stoffregen@evlka.de Carlo Eggeling
Kommentare
Zu diesem Artikel wurden bisher keine Kommentare abgegeben.
_wernieNovember2.jpg)
_Mai23.jpg)
_Banner_Winsen_und_Lueneburg_Aktuell_Hausverwaltung__.jpg)
_ubiMaster1.jpg)