Lüneburg, am Mittwoch den 29.04.2026

Der gestrandete Buckelwal „Timmy“ scheint gerettet zu sein?

von Winfried Machel am 29.04.2026


Der gestrandete Buckelwal „Timmy“ scheint gerettet. Auch ein Lüneburger Portal, dessen Name mir gerade nicht einfällt, weint sich darüber gefühlt täglich die Augen aus. Ich persönlich sehe das deutlich nüchterner. In Kenntnis der Tatsache, dass weltweit täglich hunderte Wale und Meeressäuger sterben – und der Mensch daran in vielen Fällen zumindest nicht ganz unschuldig ist – stellt sich für mich durchaus die Frage nach den Verhältnismäßigkeiten. Natürlich ist jedes gerettete Tier erst einmal etwas Positives. Aber man darf trotzdem hinterfragen, ob der erhebliche private Einsatz von Geld, Zeit und Energie nicht vielleicht an anderer Stelle sinnvoller hätte eingesetzt werden können. Denn während für einen einzelnen Wal plötzlich enorme Aufmerksamkeit mobilisiert wird, fehlen an vielen anderen Stellen Mittel für soziale Zwecke, Hilfe für Menschen oder Projekte direkt vor der eigenen Haustür. Das ist kein Angriff auf den Tierschutz. Aber die Diskussion darüber sollte erlaubt sein. Denn am Ende geht es auch um Prioritäten – und darum, wofür private Initiativen bereit sind, erhebliche Summen und Aufmerksamkeit zu mobilisieren

© Fotos: Pixabay Beispielfoto


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