Lüneburg, am Dienstag den 25.08.2026

Die Dorfbäckerei Soetebier fordert mehr Unterstützung bei nachhaltigen Investitionen

von Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade am 25.08.2026


Mit ihrer Video-Reihe mit Stimmen aus der Praxis zur Kommunalwahl 2026 zeigt die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, wie kommunale Entscheidungen den Alltag von Handwerksbetrieben beeinflussen. Handwerkerinnen und Handwerker aus dem Kammerbezirk schildern darin ihre Erfahrungen und formulieren ihre Erwartungen an die Kommunalpolitik.



Im aktuellen Video-Statement kommt Frank Soetebier, Geschäftsführer der Soetebiers Dorfbäckerei GmbH aus Winsen (Luhe), zu Wort. Der Betrieb setzt bereits seit vielen Jahren auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Getreide und Milchprodukte werden gemeinsam mit regionalen Partnern vor Ort erzeugt. Gleichzeitig verfolgt das Unternehmen das Ziel, die Backstube vollständig CO₂-neutral zu betreiben. Dafür hat der Betrieb unter anderem Photovoltaikanlagen auf den Dächern installiert und seinen Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umgestellt. Perspektivisch sollen fossile Brennstoffe vollständig aus der Produktion verschwinden.

Für Soetebier sind diese Investitionen nicht nur eine Frage des Klimaschutzes, sondern auch Teil der unternehmerischen Positionierung eines regionalen Handwerksbetriebs. „Für uns als regionaler Anbieter ist es wichtig, solche Investitionen zu tätigen und uns damit gegenüber Großbäckereien und dem Lebensmitteleinzelhandel abzuheben“, sagt Soetebier.



Auf dem Weg zur CO₂-neutralen Backstube stößt das Unternehmen jedoch immer wieder auf administrative Hürden. Gerade bei der praktischen Umsetzung nachhaltiger Investitionen seien Verwaltungsverfahren und bestehende Regularien eine Herausforderung. „Es ist teilweise wirklich schwierig, einen nachhaltigen Betrieb aufzubauen, weil man immer wieder gegen Regularien stößt“, sagt Soetebier. Von den Kommunen wünsche er sich deshalb mehr Unterstützung für Betriebe, die in nachhaltige Lösungen investieren und die Energiewende vor Ort vorantreiben wollen.



Mit den Video-Statements veranschaulicht die Handwerkskammer die zentralen Forderungen ihres von der Vollversammlung beschlossenen Positionspapiers zur Kommunalwahl 2026. Im Bereich Umwelt- und Energiepolitik setzt sich das Handwerk für eine technologieoffene und praxisnahe Gestaltung der Energiewende ein. Dazu gehören unter anderem der Ausbau der erforderlichen Energie- und Ladeinfrastruktur, die Stärkung dezentraler Energieversorgungssysteme sowie die frühzeitige Einbindung des regionalen Handwerks in kommunale Energie- und Wärmeplanungen. Kommunale Entscheidungen sollten Investitionen ermöglichen und unnötige bürokratische Hemmnisse abbauen.



„Unser Positionspapier beschreibt die politischen Erwartungen des Handwerks. Die Video-Reihe zeigt, warum diese Forderungen wichtig sind. Hinter jeder einzelnen Forderung stehen konkrete Erfahrungen aus den Betrieben“, sagt Detlef Bade, Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. „Betriebe wie Soetebiers Dorfbäckerei zeigen, dass das Handwerk bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und in die Energiewende zu investieren. Aufgabe der Kommunen muss es sein, solche Investitionen durch verlässliche, technologieoffene und praxisgerechte Rahmenbedingungen zu unterstützen. Wer nachhaltiges Wirtschaften vor Ort ermöglichen will, sollte engagierte Betriebe unterstützen und ihnen keine unnötigen Hürden in den Weg stellen.“



Das Video-Statement mit Frank Soetebier erscheint am Mittwoch, 26. August auf den Instagram- und Facebook-Kanälen der Handwerkskammer. Außerdem ist es auf dem YouTube-Kanal sowie auf der Internetseite der Handwerkskammer abrufbar. Bis zur Kommunalwahl werden weitere Handwerkerinnen und Handwerker aus dem Kammerbezirk ihre Erfahrungen schildern und ihre Erwartungen an die Kommunalpolitik formulieren. Weitere Informationen sowie das Positionspapier zur Kommunalwahl 2026 gibt es unter: www.hwk-bls.de/kommunalwahlen-2026.



Anlage:

Foto: Frank Soetebier (© Kugeler, Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade)

© Fotos: © Kugeler, Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade)


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