Einbrecher hatten’s leicht — In der Feuerwache war die Alarmanlage nicht eingeschaltet
von Carlo Eggeling am 16.07.2026Die Täter hatten es möglicherweise nicht sonderlich schwer, bei der Feuerwehr einzubrechen und hydraulische Werkzeuge zu stehlen: Die Alarmanlage löste nicht aus. Entsprechende LA-Informationen bestätigt die Pressestelle der Stadt: "Die Feuerwache Mitte hat prinzipiell eine funktionstüchtige Alarmanlage, die zum Zeitpunkt des Einbruchs aber nicht in Betrieb war." Das liegt laut Feuerwehrleuten schlicht am umfangreichen Leben an die Lise-Meitner-Straße. Daher schalte man die Anlage im Prinzip seit Jahren nicht ein. "Wir wissen ja oft nicht, ob noch einer im Haus ist", sagt ein langgedienter Brandbekämpfer. Jemand, der einen Zugdienst vorbereite oder noch Papierkram zu erledigen habe.
Die Pressestelle beschreibt es so: "Die Wache wird – wie bei Freiwilligen Feuerwehren üblich – nicht nur von Einsatzkräften, sondern u.a auch von der Jugendfeuerwehr oder der Altersabteilung zu Kameradschaftszwecken genutzt. Diese Nutzungen verteilen über den ganzen Tag - bis teilweise in die Nachtstunden. Aufgrund dieser verschiedenen Nutzungen und der verschiedenen Nutzergruppen kam es in Kombination mit Bedienschwierigkeiten zu mehreren Fehlalarmen."
Der Diebstahl von Schere und Spreitzer soll Folgen haben, betont man im Rathaus: "Aufgrund des zurückliegenden Einbruchsdiebstahls wird die Feuerwehr jetzt unverzüglich die Abläufe und Verantwortlichkeiten zur Inbetriebnahme der Anlage neu festlegen und damit die dauerhafte Inbetriebnahme sicherstellen. Wir prüfen zurzeit die Installation weiterer Sicherungsmaßnahmen, die teilweise die Lücken abdecken, die trotz Scharfschaltung der Alarmanlage bestehen."
Zahlt die Versicherung den Schaden? Das ist noch nicht klar, antwortet die Verwaltung: "Mit dem kommunalen Schadensausgleich befinden wir uns im Austausch und können zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage zur Regulierung des Schadensfalls treffen."
Wie berichtet, ist die Feuerwehr trotzdem einsatzbereit, um bei Unfällen zu helfen. Man besitze entsprechendes Material.
Die Polizei hat noch keine konkrete Spur der Täter. "Die Kollegen stehen am Anfang der Ermittlungen", sagt Sprecher Michel Koenemann: Ob der Einbruch mit ähnlichen Taten wie im nahen Lauenburg sowie in Rostock und Magdeburg in Zusammenhang stehe, sei Spekulation, aber selbstverständlich prüfe man das: "Wir tauschen uns mit anderen Dienststellen aus." Carlo Eggeling
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