Hausärztliche Versorgung: Leichte Verbesserung – aber weiterhin 436 Stellen unbesetzt
von Lüneburg Aktuell redaktionell gekürzt am 07.09.2026
Die hausärztliche Versorgung in Niedersachsen hat sich leicht verbessert. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen kamen 2025 insgesamt elf Hausärztinnen und Hausärzte neu hinzu. Die Zahl der unbesetzten Hausarztsitze sank dadurch von 447 auf 436.
Insgesamt beteiligen sich derzeit 17.110 Ärztinnen, Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten an der ambulanten Versorgung. Das sind 225 beziehungsweise 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die KVN warnt dennoch vor einer Entspannung. Viele junge Mediziner bevorzugten eine Anstellung oder Teilzeitarbeit. Gleichzeitig würden in den kommenden Jahren zahlreiche Ärztinnen und Ärzte der Babyboomer-Generation ausscheiden.
KVN-Vorstandsvorsitzender Mark Barjenbruch fordert deshalb weniger Bürokratie, verlässliche Arbeitszeit- und Vertretungsmodelle sowie eine funktionierende digitale Infrastruktur. Neue Sparmaßnahmen könnten die Niederlassung dagegen zusätzlich unattraktiv machen.
Wie die Situation speziell in Lüneburg und im Landkreis aussieht, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Quelle: Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN)
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