Hitzeschutz durch Wärmedämmung
von Verbraucherzentrale am 03.06.2026Energieberatung der Verbraucherzentrale Niedersachsen klärt über irreführende Werbeversprechen auf
Eine fachgerechte Dämmung hilft nicht nur Heizenergie im Winter zu sparen, sondern schützt im Sommer auch wirksam vor Hitze. Wenn es um das energetische Sanieren geht, kursieren weiterhin falsche Annahmen und überzogene Werbeversprechen, die dazu führen, dass Fassaden nur unzureichend gedämmt werden. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Niedersachsen informiert, worauf Eigentümerinnen und Eigentümer achten sollten.
„Verbraucherinnen und Verbraucher sollten skeptisch sein, wenn mit vermeintlichen Wunderlösungen geworben wird“, sagt Ulrike Kupka, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Welche Dämm-Maßnahmen sinnvoll sind, hängt immer vom konkreten Gebäude ab.“ Häufig werben Anbieter mit pauschalen Energieeinsparungen oder angeblich einfachen Alternativen zur klassischen Wärmedämmung. Doch nicht alle Aussagen halten einer fachlichen Prüfung stand.
Mythos 1: Mit Dämmung lassen sich immer 50 Prozent Energie einsparen.
Solche pauschalen Versprechen sind unseriös. Wie hoch die tatsächliche Energieeinsparung ausfällt, hängt unter anderem vom Zustand des Gebäudes, der Bauweise, dem Heizsystem und dem individuellen Nutzungsverhalten ab. Verlässliche Aussagen lassen sich nur auf Grundlage fachlicher Berechnungen oder konkreter Gebäudedaten treffen.
Mythos 2: Dünne Anstriche oder Folien ersetzen Wärmedämmung.
Immer wieder werden Produkte wie spezielle Beschichtungen, Farben oder Folien als Ersatz für eine fachgerechte Wärmedämmung beworben. „Eine wirksame Wärmedämmung braucht geeignete Materialien und eine ausreichende Dämmstärke“, erklärt Kupka. „Dünne Beschichtungen oder Anstriche erzielen keine vergleichbare Dämmwirkung.“
Mythos 3: Für jedes innovative Produkt gibt es Fördermittel.
Auch bei Förderversprechen lohnt sich ein genauer Blick: Nicht jedes als innovativ beworbene Produkt erfüllt diese Voraussetzungen. „Förderfähig sind nur Maßnahmen, welche die technischen Mindeststandards tatsächlich einhalten“, so Kupka. „Werbeaussagen allein reichen dafür nicht aus.“
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