Hohe Nitratwerte in Brunnenwasser rund um Lüneburg
von VSR-Gewässerschutz e.V. Redaktionell gekürzt am 18.08.2026
Bei Untersuchungen von Brunnenwasser in Lüneburg und Umgebung hat der VSR-Gewässerschutz teils deutlich erhöhte Nitratwerte festgestellt. Insgesamt gaben 56 Bürgerinnen und Bürger am 20. Juli Wasserproben aus ihren Gartenbrunnen am Labormobil auf dem Lüneburger Marktplatz ab.
Nach Angaben des Vereins überschritt jede achte untersuchte Probe den EU-Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter. Besonders hohe Werte wurden in Südergellersen mit 99 mg/l gemessen. In Vögelsen und Hagen waren es jeweils 69 mg/l, in Dumstorf 67 mg/l und in Westergellersen 65 mg/l.
Der VSR-Gewässerschutz sieht als Ursache unter anderem Defizite bei der Düngegesetzgebung. Besonders kritisch bewertet die Organisation, dass strengere Auflagen in den sogenannten „Roten Gebieten“ derzeit ausgesetzt sind. Diese Gebiete waren zwischen 2022 und 2025 wegen hoher Nitratbelastungen im Grundwasser ausgewiesen worden.
Der Verein fordert unter anderem einen verpflichtenden Anbau von Zwischenfrüchten in besonders belasteten Gebieten und möglichst keine unbewachsenen Ackerflächen im Winter. Im Kreis Lüneburg bestehen nach Angaben des VSR-Gewässerschutzes rund 75 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen aus Ackerland.
Quelle: VSR-Gewässerschutz e.V.
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