Lüneburg, am Freitag den 29.05.2026

Holzhaus in Flammen

von Feuerwehr am 29.05.2026


Großbrand in Deutsch Evern

Zu einem ausgedehnten Gebäudebrand wurden die Feuerwehren Deutsch Evern, Melbeck
sowie der Einsatzleitwagen aus Embsen am Morgen des 28. Mai 2026 alarmiert. Der Einsatz
begann um 05:59 Uhr zunächst mit dem Stichwort B2 Gebäude. Bereits auf der Anfahrt der
ersten Kräfte wurde das Einsatzstichwort aufgrund der gemeldeten Lage auf B3 Gebäude
erhöht.
Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Wohnhaus bereits in Vollbrand. Insbesondere der
Dachstuhl auf der Südseite brannte vollständig. Umgehend wurde die Brandbekämpfung von
mehreren Seiten eingeleitet. Auf der Südseite kam zunächst ein Wasserwerfer zum Einsatz,
während die beiden Giebelseiten jeweils mit einem C-Strahlrohr vorgenommen wurden. Auf
der Nordseite öffneten die Einsatzkräfte das Dach mithilfe der Drehleiter aus Lüneburg, um
Brandnester gezielt bekämpfen zu können. Dort erfolgte der Löschangriff mit einem D-
Strahlrohr sowie unter Einsatz eines Einreißhakens. Aufgrund der intensiven
Brandentwicklung wurde zu Beginn bewusst auf einen Innenangriff verzichtet.
Die Feuerwehr Deutsch Evern war mit 26 Einsatzkräften vor Ort. Drei Trupps unter
Atemschutz kamen zum Einsatz. Neben zwei B-Leitungen mit Wasserwerfer
beziehungsweise Wenderohr wurden drei C-Strahlrohre eingesetzt. Zusätzlich kamen
Netzmittel, Wärmebildkameras, Steckleitern, Einreißhaken, Motorsägen sowie
Hygienekomponenten zum Einsatz.
Die Feuerwehr Melbeck unterstützte den Einsatz mit 25 Einsatzkräften. Vier
Atemschutztrupps standen bereit. Außerdem wurden Wärmebildkameras sowie Einreißhaken
eingesetzt.
Alle Bewohnerinnen und Bewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Zwei
Personen wurden mit dem Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation an den Rettungsdienst
übergeben.
Im weiteren Einsatzverlauf wurde die Feuerwehrtechnische Zentrale zur Bereitstellung und
zum Austausch von Atemschutzmaterial angefordert. Die Verpflegung der Einsatzkräfte an
der Einsatzstelle übernahm der ASB.
Gegen 10:00 Uhr konnten die Kräfte aus Melbeck sowie der Einsatzleitwagen aus Embsen
aus dem Einsatz entlassen werden. Die Feuerwehr Deutsch Evern führte anschließend
umfangreiche Nachlöscharbeiten durch und kontrollierte das Gebäude auf weitere Glutnester.
Nachdem die Drehleiter zunächst zurückgebaut werden konnte und bereits mit den
Rückbauarbeiten begonnen wurde, flammte der Giebelbereich erneut auf. Die Drehleiter
musste daraufhin erneut in Stellung gebracht werden. Um an versteckte Brandstellen zu
gelangen, musste die Dämmung im Bereich des Giebels herausgesägt und gezielt
abgelöscht werden.
Für die 65 Einsatzkräfte war der Einsatz zunächst um kurz nach 12:00 Uhr beendet. Gegen
13:15 Uhr wurde eine erneute Rauchentwicklung gemeldet, weshalb der Ortsbrandmeister
aus Deutsch Evern die Einsatzstelle zur Kontrolle anfuhr - mit dem Resultat, dass um etwa
13:30 Uhr erneut die Ortswehr Deutsch Evern sowie die Lüneburger Drehleiter an die
Einsatzstelle gerufen wurden. Durch Lüftungskanäle hatte sich das Feuer erneut
ausgebreitet, es kam wieder zur Flammenbildung.
Mit Hilfe der Drohne der Samtgemeindefeuerwehr Ilmenau wurden dann die Glutnester
aufgespürt, jedoch konnten nicht alle erreicht werden. Deshalb entschied sich die
Einsatzleitung schließlich dazu, mithilfe eines Baggers die Gebäudeteile abzutragen und
gezielt abzulöschen. Diese Maßnahmen unter Zuhilfenahme von Wasserwerfern,
Schaummittel, Motorsäge, Drohne und Bagger dauerten für 13 eingesetzte Kräfte bis 20:00
Uhr an.
Das Einsatzende ließ jedoch noch länger auf sich warten. Um 00:20 Uhr am Freitag wurde
erneut die Ortswehr Deutsch Evern an die Einsatzstelle gerufen. Mehrere Meter hohe
Flammen schlugen aus dem Haufen, den der Bagger am Vorabend hinterlassen hatte. 16
Einsatzkräfte waren bis 03:20 Uhr mit den Löscharbeiten beschäftigt, setzten hierzu 1x C-
Rohr, einen Wasserwerfer sowie Schwerschaum ein und leuchteten die Einsatzstelle aus.
Insgesamt leisteten die Einsatzkräfte der Feuerwehr hierbei über 16 Einsatzstunden, die
Feuerwehr Deutsch Evern war hiervon die ganze Zeit im Einsatz.

© Fotos: Feuerwehr


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