Lüneburg, am Mittwoch den 28.10.2026

Johannes-Rabeler-Schule: Elternräte fordern Erhalt und kritisieren Schulpolitik

von Lüneburg Aktuell redaktionell gekürzt am 28.10.2026


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Die Zukunft der Johannes-Rabeler-Schule in Lüneburg sorgt weiter für Diskussionen. Jetzt stellen sich Stadt- und Kreiselternrat ausdrücklich hinter die Schüler, die für den Erhalt ihres Schulstandortes kämpfen. Gleichzeitig üben die Elternvertreter deutliche Kritik an der Landespolitik und den Verantwortlichen vor Ort.

„Wir unterstützen die Betroffenen und wünschen uns ebenfalls, dass diese inklusiv arbeitende Schule in Lüneburg bestehen bleibt, beispielsweise als Hauptschule“, erklären Miriam Kaschel, Vorsitzende des Stadtelternrates, und Marco Sievers, Vorsitzender des Kreiselternrates. Der Bedarf sei vorhanden. Das werde immer wieder aus Fachkreisen und der Elternschaft bestätigt.

Die Elternvertreter wollen insbesondere die vorhandenen pädagogischen Ressourcen und Erfahrungen der Johannes-Rabeler-Schule erhalten.

Kritik am neuen Schulgesetz

Scharfe Kritik richtet sich gegen die jüngsten schulpolitischen Entscheidungen des Landes Niedersachsen. Sievers befürchtet einen Rückschritt bei der Inklusion. Kinder, die in großen Regelschulklassen überfordert seien, bräuchten weiterhin geschützte Lernräume mit kleinen Gruppen.

Auch die Äußerungen des Grünen-Landtagsabgeordneten Pascal Mennen stoßen auf Widerspruch. Dessen Argumentation zur schulischen Separierung im internationalen Vergleich halten die Elternvertreter im Fall der Johannes-Rabeler-Schule für verfehlt.

„Für unsere Bildungsregion Lüneburg brauchen wir keine Inklusion mit der Brechstange“, betont Kaschel. An vielen Regelschulen fehlten weiterhin ausreichend Personal, Sonderpädagogen und die notwendige Ausstattung.

Forderung an die neue Kommunalpolitik

Nach Darstellung der Elternräte liegen seit Jahren Vorschläge für eine Zukunft der Schule vor. Deren Umsetzung sei jedoch wiederholt an Politik oder Verwaltung gescheitert.

Nun setzen Kaschel und Sievers auf die neu gewählten Ratsmitglieder. Sie erwarten eine offene Diskussion über den Schulstandort, unabhängig von parteipolitischen Festlegungen.

„Es ist gut, dass das Engagement der jungen Menschen für ihre Schule jetzt wahrgenommen und wertgeschätzt wird. Jetzt muss daraus aber auch politisches Handeln entstehen.“

Die Vorwürfe gegen Politik und Verwaltung sowie die Bewertung des Schulgesetzes geben die Position der Elternvertretungen wieder.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung des Stadtelternrates Lüneburg und des Kreiselternrates Lüneburg vom 27. Oktober 2026.

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© Fotos: Pixabay Beispielfoto


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