Kirchen neu denken: Was wird aus Lüneburgs Gotteshäusern?
von Lüneburg Aktuell redaktionell gekürzt am 26.08.2026
44 Sakralgebäude, sinkende Mitgliederzahlen und steigende Kosten: Der Kirchenkreis Lüneburg diskutiert über neue Wege für seine Kirchen.
Wie können Kirchen erhalten werden, wenn sie für ihre Gemeinden zu groß werden? Um diese Frage ging es beim Sommerempfang des evangelischen Kirchenkreises Lüneburg in der St. Johanniskirche. Rund 200 Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft kamen dazu zusammen.
Impulse lieferte Reiner Nagel, Architekt und Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur. Er warb dafür, Kirchen nicht vorschnell aufzugeben. Neben ihrem materiellen und ökologischen Wert hätten die Gebäude eine besondere kulturelle und soziale Bedeutung. Kirchen könnten künftig beispielsweise zusätzlich als Kultur- und Veranstaltungsräume, Bibliotheken, Begegnungsstätten oder für andere öffentliche Zwecke genutzt werden.
Dass Handlungsbedarf besteht, machte der Leitende Superintendent Christian Stasch deutlich. Sinkende Mitgliederzahlen und die Kosten für insgesamt 44 Sakralgebäude im Kirchenkreis seien eine Herausforderung. Nagel plädierte zunächst für hybride und kirchennahe Nutzungen sowie möglichst reversible Veränderungen. Eine vollständige Umnutzung sollte aus seiner Sicht erst erfolgen, „wenn es nicht anders geht“.
Der Abend zeigte zugleich, wie groß das Interesse am Thema ist: Knapp 200 Gäste diskutierten anschließend weiter über die Zukunft der Lüneburger Kirchen.
Quelle: Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg / Tina Hueske
www.lueneburgaktuell.de
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