Lüneburg, am Donnerstag den 24.09.2026

„KITA21“: Kita Dahlenburger Landstraße erhält Auszeichnung für ihre Bildungsarbeit

von „KITA21“ am 24.09.2026



Hansestadt Lüneburg. Große Freude bei der Kita Dahlenburger Landstraße: Die Einrichtung ist am Mittwoch, 23. September, im Rahmen des Vernetzungstreffens „Klimaschutz im Kita-Alltag wirksam gestalten“ in Hannover für ihre vorbildliche Bildungsarbeit rund um Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz als „KITA21“ ausgezeichnet worden.



Die Lüneburger Kita hatte sich mit dem Thema „Wir bauen unser Gemüse selbst an“ bei der Jury der „S.O.F. Save Our Future“-Umweltstiftung beworben. „Gemeinsam mit den Kindern bewirtschaften wir vier Hochbeete“, sagen Denise Brötzmann und Julia Sterz vom Kita-Leitungsteam. „Die Kinder entscheiden, was gepflanzt werden soll. So haben wir immer reichlich Gemüse für unser Frühstück, das jeden Tag in der Kita zubereitet wird.“



Die Mädchen und Jungen pflegen die Hochbeete und ernten Gurken, Kohlrabi, Tomaten, Kartoffeln, Physalis sowie Erdbeeren gemeinsam mit einer Fachkraft. „Zusätzlich haben wir noch ein Kräuterbeet und ein Naschbeet, das die Kinder nutzen dürfen, wenn sie draußen spielen. Dort wachsen Johannisbeeren, Himbeeren, Blaubeeren und Brombeeren“, so Denise Brötzmann. Um die Insektenvielfalt zu unterstützen, gibt es auf dem Gelände der Kita Dahlenburger Landstraße unterschiedliche Wildblumenbeete und Insektenhotels.



„In Ihrer Dokumentation formulieren Sie die Ziele ‚Selbstversorgung‘ und ‚Selbstwirksamkeit‘, zwei wichtige Aspekte von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“, heißt es in der Begründung der Jury für die Auszeichnung. „Durch vielfältige Methoden und Lernzugänge wie Bücher, Philosophieren, Rollenspiele oder das Forscherlabor zu Themen wie Energie, Elektrik, Wasser und Pflanzen geben Sie den Kindern die Möglichkeit, ihre Welt zu entdecken. Toll, dass Sie den Kindern Alltagsverantwortung z. B. in Form des Frühstücksdienstes, der Abstimmung von Ernte und Bepflanzung oder in der Kinderkonferenz ermöglichen.“



„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Sie würdigt das Engagement der Kitamitarbeitenden für eine nachhaltige, gesunde und zukunftsorientierte Kita und ist zugleich eine große Motivation“, sagt Jana George, pädagogische Leitung städtischer Kindertagesstätten bei der Hansestadt Lüneburg. „Es ist wichtig, dass Kinder aus eigenen Erfahrungen den Wert von Lebensmitteln erkennen können und lernen, warum Nachhaltigkeit so wichtig ist.“



Hintergrund:

Die Auszeichnung als „KITA21“ erhalten Kindertageseinrichtungen, die sich in ihrer Bildungsarbeit und Alltagsgestaltung an dem Konzept von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung orientieren. Ziel dieses Bildungskonzeptes ist es, Kindern die Möglichkeit zu geben, sich auf vielfältige und spielerische Weise mit zukunftsrelevanten Handlungsfeldern auseinanderzusetzen, sich hierbei Zusammenhänge zu erschließen und zu erfahren, dass ihr Handeln von Bedeutung ist. Dadurch entwickeln die Kinder ein Bewusstsein für den Wert der Dinge, für einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen und einen fairen Umgang mit der (Mit-)Welt.

Das KITA21-Auszeichnungsverfahren in Niedersachsen steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerin Julia Willie Hamburg und wird von der „S.O.F. Save Our Future“-Umweltstiftung in Kooperation mit dem Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe), der Leuphana Universität Lüneburg sowie der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsachsen (KEAN) vergeben.



Fotos: Hansestadt Lüneburg
BU Hochbeet: Beim Bewirtschaften der Hochbeete in der Kita Dahlenburger Landstraße sind die Kinder fleißig dabei. Sie entscheiden auch, was gepflanzt werden und später auf den Frühstückstellern landen soll.
BU Auszeichnung: Julia Sterz (l.) und Denise Brötzmann von der Kita Dahlenburger Landstraße freuen sich über die Auszeichnung zur „KITA21

© Fotos: „KITA21“


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