Kreise fordern Geld für Bau der A 39
von Carlo Eggeling am 05.08.2026Autobahn 39:
Region fordert vom Bund die sofortige Finanzierung von Abschnitt 7
Der Landkreis Lüneburg unterstützt nachdrücklich eine überregionale Initiative für den zügigen Weiterbau der Autobahn 39. Elf Landkreise und drei kreisfreie Städte aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt haben sich jetzt mit einem gemeinsamen Schreiben an die Bundesminister Steffen Bilger (Verkehr) und Lars Klingbeil (Finanzen) gewandt. Konkret fordern die Kommunen darin, die erforderlichen Haushaltsmittel für den Bau des siebten Abschnitts der A39 zeitnah bereitzustellen – entweder im Bundeshaushalt oder über die Autobahn GmbH des Bundes.
Die Initiative fußt auf der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 8. Juli dieses Jahres, die Klage gegen den siebten Bauabschnitt der A39 nördlich von Wolfsburg abzuweisen. Dadurch ist die Planfeststellung für diesen Bereich rechtskräftig und unanfechtbar geworden. Die unterzeichnenden Oberbürgermeister und Landräte fordern, dieses Baurecht nun schnellstmöglich und ohne Verzögerung zu nutzen, um den Bau der A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg weiter voranzutreiben. Voraussetzung dafür, dass die Autobahn GmbH die notwendigen Bauleistungen ausschreibt und vergibt, ist jedoch die Erteilung der Baufreigabe und die Bereitstellung der Haushaltsmittel durch den Bund.
Wörtlich heißt es in dem Schreiben: „Der Lückenschluss der A39 ist für die Wirtschaft und die Menschen in Ostniedersachsen von entscheidender Bedeutung. Das gilt im Verbund mit der A14 und der verbindenden Querspange B190n auch für die hier vertretenen Landkreise aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Die Maßnahmen sind für die künftige Entwicklung der strukturschwachen Teile der Region ebenso von herausragender Bedeutung wie für die Entwicklung des größten niedersächsischen Industrieraumes Wolfsburg-Braunschweig-Salzgitter und die Hafenhinterlandanbindung der Freien und Hansestadt Hamburg. Es handelt sich um eine gesamtdeutsche Aufgabe.“
Die Bedeutung des Projekts betont auch Lüneburgs Landrat Jens Böther: „Für unseren Landkreis Lüneburg ist der zügige Weiterbau der A39 ein entscheidender Meilenstein für die wirtschaftliche Entwicklung und die Lebensqualität. Das jetzt unanfechtbare Baurecht eröffnet uns eine Chance, die nicht durch fehlende Haushaltsmittel blockiert werden darf. Der Bund muss jetzt Wort halten und die Finanzierung sichern, damit endlich die Bagger rollen können.“
Die Initiative ging ursprünglich vom Uelzener Landrat Dr. Heiko Blume aus. Dahinter steht eine starke Allianz aus den Städten Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie den Landkreisen Lüneburg, Uelzen, Celle, Gifhorn, Harburg, Helmstedt (alle Niedersachsen), Prignitz (Brandenburg), Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern), Altmarkkreis Salzwedel und Stendal (Sachsen-Anhalt). Gemeinsam vertreten sie die Interessen von etwa 2,2 Millionen Bürgerinnen und Bürgern.
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