Kunst hat ihren Preis – Journalismus auch
von Winfried Machel am 17.07.2026Was mich immer wieder erstaunt: Künstler und Kulturschaffende erwarten häufig, dass ihre Ausstellungen, Konzerte oder Projekte kostenlos angekündigt, beworben und anschließend möglichst auch noch ausführlich besprochen werden.
Gleichzeitig erwarten sie völlig selbstverständlich, dass ihre eigene Arbeit bezahlt wird. Für Ausstellungen wird Eintritt verlangt, für Konzerte werden Tickets verkauft, für Workshops und Auftritte werden Honorare berechnet. Und das ist auch richtig so – schließlich steckt Arbeit dahinter.
Warum sollte das für journalistische Arbeit anders sein? Auch Recherche, Fotografie, Redaktion und Veröffentlichung kosten Zeit, Fachwissen und Geld. Wer den Wert der eigenen kreativen Leistung einfordert, sollte auch den Wert professioneller Medienarbeit anerkennen.
Werbung ist keine Selbstverständlichkeit. Sie ist eine Leistung – genau wie Kunst.
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