Liege. Verlegen
von Carlo Eggeling am 10.09.2026Aufgespießt
Ohne Klasse
Man muss manchmal den Alltag verstehen, um Antworten auf große philosophische Fragen zu finden. Zum Beispiel, warum das mit der klassenlosen Gesellschaft nichts wird. Wir sind auf dem Meer unterwegs, mit einem umgekippten Hochhaus. So groß ist das Boot. Um uns nur Wasser, angeblich mit Walen, unter uns 2400 Meter nichts. Deutlicher geht es nicht, wenn einem das Wort bodenlos einfällt.
Wichtig bleibt in der Unendlichkeit des Seins auf jeden Fall die Liege. Man spürt die ewige Wahrheit My Place is my Kastschle. So werden gefühlt zwei Meter mal 70 Zentimeter zur Heimat, die der Eroberer nimmer kampflos aufgibt. Auch nicht, wenn er geht. Das Handtuch eingeklemmt, die Fläche gefaltet — beschränkt, also bin ich.
Wäre ja noch schöner, da ließe sich jemand nieder, selbst wenn der vermeintliche Besitzer für Stunden nirgendwo ist. Gemeinsinn, selbst wenn er nichts kostet, hat an Deck keine Chance. Nix mit Sozialismus.
Die Revolution kommt von oben. Stewarts räumen markierte Handtuch-Flächen zu festgelegten Zeiten einfach ab, wenn keiner da ist. Da beginnen die Verhältnisse zu tanzen.
Ich tanze mal in die Eisbar, wenn ich einen Platz finde. carlo
Kommentare
Zu diesem Artikel wurden bisher keine Kommentare abgegeben.
_ubiMaster1.jpg)
_wernieNovember2.jpg)
_Banner_Winsen_und_Lueneburg_Aktuell_Hausverwaltung__.jpg)
_Mai23.jpg)