Lüneburg, am Montag den 31.08.2026

LNVG setzt Zeichen

von LNVG am 31.08.2026


Mit größeren Piktogrammen an den Außenseiten der Züge erleichtert die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) mobilitätseingeschränkten Fahrgästen die Orientierung auf den Bahnsteigen.

+ Neue Markierungen an rund 180 Fahrzeugen
+ Stufenfreie Eingänge bei neuen Baureihen
+ Batteriezüge bekommen zwei Einstiegshöhen

Größere Symbole für Rollstuhl- und Mehrgenerationenbereiche lässt die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) derzeit an rund 180 Triebzügen und Wagen anbringen. „So wird es zum Beispiel für Menschen, die einen Rollstuhl nutzen, oder Reisende mit Kinderwagen schon vor dem Einsteigen einfacher, die richtigen Abschnitte im Zug zu finden“, sagt Carmen Schwabl, Sprecherin der LNVG-Geschäftsführung. Bislang waren die Piktogramme für Rollstühle an Doppelstockzügen 35 mal 40 Zentimeter groß, künftig werden sie etwa 56 mal 76 Zentimeter groß sein.

Zahlreiche Einrichtungen erleichtern das Reisen

Die LNVG arbeitet kontinuierlich daran, die Barrierefreiheit ihrer Züge zu verbessern. Bei neuen Fahrzeugen, die die LNVG in den kommenden Jahren auf die Schiene bringen wird, wird es stufenfreie Türbereiche geben. Das erleichtert allen Fahrgästen das Ein- und Aussteigen. Eine Besonderheit werden dabei die Akku-Züge sein, die ab 2031 auf immer mehr Strecken ohne Oberleitung rollen werden. Auf diesen Nebenstrecken gibt es häufig Bahnsteige mit unterschiedlichen Höhen. „In der Mitte dieser Triebzüge wird es zwei Türen in verschiedenen Höhen geben, einmal für 76 Zentimeter und einmal für 55 Zentimeter hohe Bahnsteige“, erläutert Schwabl. Zwischen diesen Türen liegt der Rollstuhlbereich. Auch Fahrgäste im Rollstuhl können dann ohne Hilfe Ein- oder Aussteigen uns sich über eine Schräge im Zug in dem Bereich frei bewegen.

In allen Zügen der LNVG gibt es bereits heute verschiedene Einrichtungen, die mobilitätseingeschränkten Fahrgästen das Reisen erleichtern sollen. Dazu gehören unter anderem Rampen zwischen Zug und Bahnsteig oder Spaltüberbrückungen. In jedem Fahrzeug gibt es mindestens eine Universaltoilette, die auch mit dem Rollstuhl genutzt werden kann. In den Rollstuhlbereichen gibt es Steckdosen und eine Sprechstelle zu Lokführerin oder Lokführer.
Etwa jeder zehnte Sitz in den Fahrzeugen ist breiter und hat mehr Beinfreiheit, besonders angenehm für gehbehinderte Menschen und Schwangere. Diese Sitze sind durch Aufkleber mit einem weißen Kreuz gekennzeichnet. Mehrgenerationenbereiche in den Doppelstockzügen und künftig auch in den Akku-Zügen bieten besonders viel Platz, etwa für Kinderwagen oder Rollatoren.

Bereiche für verschiedene Nutzergruppen vermeiden Konflikte

Info-Monitore und automatische Durchsagen helfen auch hör- und sehbehinderten Menschen beim Reisen. In den Doppelstockzügen und den neuen Triebzügen gibt es jeweils einen separaten Rollstuhlbereich, Mehrgenerationenbereich und Fahrradbereich. So wird vermieden, dass es zwischen den verschiedenen Gruppen der Reisenden Konflikte um den Platz gibt.

© Fotos: LNVG


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