Lob und Anregungen — Bürgerverein legt Mappe vor
von Carlo Eggeling am 14.08.2026Kaum jemand weiß, wo die Husanusstraße liegt, geschweige denn, wer der Namensgeber war. Ein bedeutender Mann, Heinrich Husanus war Sydicus, also Rechtbeistand, der Stadt und verfasste 1581 das Lüneburger Stadtrecht. 1960 benannte der Rat einen Fußweg nach ihm, der sich vom Ochtmisser Kirchsteig an der Kleingartenkolonie entlang in Richtung PKL zieht. Doch ein Namensschild suche man vergebens, moniert der Bürgerverein in seiner Rot-Blau-Weißen-Mappe, die seit Jahrzehnten lobt, tadelt und anregt. In diesem Punkt antwortet die Stadt, man nehme die Anregung auf und prüfe, ein Straßenschild aufzustellen.
In diesem Jahr findet sich einiges an Anerkennung auf den gut 90 Seiten. Dass das Gradierwerk im Kurpark nach geraumer Zeit erneuert und zudem mit einer Solaranlage ausgestattet wurde, gefällt dem Verein. Ihren "Frieden" gemacht haben Vereinsvorsitzender Rüdiger Schulz und seine Mitstreiter mit dem Geländer am ehemalige Hafen in Höhe des Behördenzentrums. Schön sei's nicht. Als "echten Gewinn" empfindet der Verein die neue Pflasterung für Radler. Das Kant-Museum sei eine Bereicherung, die geplanten Stufen am Kalkberg begrüßt der Verein.
Als Anregung gibt es den Hinweis, statt E-Säulen Ladetechnik in Bordsteine zu integrieren. Die Sanierung der Rathausfassade möge schnell vorangehen, davon abgesehen möge die Stadt auf die Sauberkeit des Arkadenganges achten, derzeit auch eine Übernachungsmöglichkeit für Obdachlose, die dort auch ihre "Geschäfte" erledigen. Die Oberbürgermeisterin lässt antworten, man bemühe sich um Sanierungsmittel und man sehe zu, dass dort regelmäßig saubergemacht werde.
Weitere Beiträge runden die Mappe ab. Die Leiterin des Museums, Prof. Dr. Heike Düselder, erhielt den Ehrenring des Vereins, die Laudatio hielt die ehemalige Superintendentin Christine Schmid. Norbert Walbaum blättert durch die Chronik des vergangenen Jahres.
Eine Spitze in Richtung Oberbürgermeisterin fehlt nicht. In seiner Einleitung schreibt Vorsitzender Schulz, er habe wegen Themen im Büro der Oberbürgermeisterin nachgefragt und festgestellt, dass Claudia Kalisch über zwei persönliche Referentin verfüge: "Als ich vor zehn Jahren aus der Hamburgischen Verwaltung ausgeschieden bin, hatte eine Senatorin und ein Senator lediglich eine einzige Stelle zur Verfügung." Carlo Eggeling
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