Lüneburg, am Dienstag den 27.10.2026

Lüneburgs Abwasser ist kein Mülleimer:

von Lüneburg Aktuell redaktionell gekürzt am 27.10.2026


AGL warnt vor falscher Entsorgung

Feuchttücher, Medikamente, Essensreste oder Katzenstreu: Vieles landet in Lüneburgs Toiletten, obwohl es dort nicht hingehört. Die Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH (AGL) nutzt den Welttoilettentag am 19. November, um auf den Schutz der Kanalisation und die Bedeutung öffentlicher Toiletten in der Hansestadt aufmerksam zu machen.

Was in Lüneburg die Toilette hinuntergespült wird, muss anschließend über die öffentliche Abwasserentsorgung behandelt werden. Doch längst nicht alles, was durch den Abfluss passt, gehört auch hinein.

Die AGL erinnert deshalb daran, dass Feuchttücher – selbst solche mit der Aufschrift „spülbar“ – ebenso wenig in die Toilette gehören wie Tampons, Binden, Wattestäbchen, Windeln oder Kondome. Auch Katzenstreu, Zigarettenreste, Speisefette und Essensreste haben im Abwasser nichts verloren.

Medikamente, Farben, Lacke und Chemikalien müssen ebenfalls fachgerecht entsorgt werden.

Lüneburgs Abwasseranlagen brauchen regelmäßige Investitionen

AGL-Geschäftsführer Lars Strehse weist darauf hin, dass eine funktionierende Abwasserentsorgung keineswegs selbstverständlich ist.

„Die öffentliche Abwasserentsorgung und Behandlung ist Kernbestandteil der Sanitärversorgung und keine Selbstverständlichkeit. Stets muss in den Unterhalt und die Modernisierung der Anlagen investiert werden“, erklärt Strehse.

Damit macht die AGL deutlich, wie wichtig die Pflege und Modernisierung der technischen Infrastruktur für Lüneburg sind.

Mehr öffentliche Toiletten für Lüneburg – auch für Menschen, die unterwegs arbeiten

Ein weiterer Punkt liegt dem AGL-Geschäftsführer besonders am Herzen: Öffentliche Toiletten müssen in ausreichender Zahl vorhanden, barrierefrei und für alle Menschen zugänglich sein.

Dabei denkt Strehse ausdrücklich auch an Menschen, die keinen festen Arbeitsplatz mit eigener Toilette haben. Dazu gehören beispielsweise AGL-Mitarbeiter, die täglich an wechselnden Einsatzorten im Lüneburger Stadtgebiet arbeiten, aber auch Kurierfahrer und andere Beschäftigte im Außendienst.

Für sie ist eine öffentlich zugängliche Toilette keine Nebensache, sondern eine wichtige Voraussetzung für ihren Arbeitsalltag.

Welttoilettentag erinnert an ein weltweites Problem

Der Welttoilettentag am 19. November steht in diesem Jahr unter dem Motto „Sichere Toiletten. Gleiche Zukunftschancen“.

Nach Angaben von WHO und UNICEF haben weltweit rund 3,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zu einer sicher bewirtschafteten Sanitärversorgung.

Während in Lüneburg eine funktionierende Abwasserentsorgung zum Alltag gehört, erinnert die AGL daran, dass diese Infrastruktur geschützt, unterhalten und kontinuierlich modernisiert werden muss.

Die Botschaft für Lüneburg ist klar: Die Toilette ist kein Abfalleimer. Und öffentliche, saubere sowie barrierefreie Toiletten gehören zu einer Stadt, die für alle Menschen zugänglich sein möchte.

Quelle: AGL Lüneburg, Presseinformation vom 27. Oktober 2026 zum Welttoilettentag am 19. November.

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© Fotos: AGL


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