Lüneburg, am Donnerstag den 04.06.2026

Mirko macht seinen Traum vom Lüneburg-Lied wahr und viele helfen

von Carlo Eggeling am 04.06.2026


Ein großes Gefühl mit großem Orchester

Mancher Traum braucht, um Wirklichkeit zu werden. Bei Mirko Heil-von Limburg sind es zehn Jahre. Morki singt das Lüneburg-Lied, eine Ode an "die schönste Stadt der Welt". Liebe kann wachsen: Die Hymne wächst um ein Orchester. Ein anderer Sound. Am 19. Juni, 20 Uhr, ist der alte neue Liebesschwur in der Ritterakademie zu hören. Mt der Formation, die das Stück vor einem Vierteljahrhundert quasi in die Welt setzte: Top for Tea.

Eigentlich war das Stück "nur" die B-Seite einer LSK-Fan-EP gewesen. Doch das Publikum liebte den Bummel an Ilmenau und Stint, Dauerbrenner auf Konzerten. Als sich Top for Tea auflöste, dann mit Neugierig. Der Text stammt von Matthias E. Borner, der in Westfalen zu Hause ist, als Texter trotzdem der Ferne ein Gefühl einfangen konnte.

"Wir haben vor zehn Jahren mit unser Band Neugierig in Uelzen gespielt", erinnert sich "Morki" Heil. Orchester meets Rock, sei das Motto gewesen. Das habe ihm so gut gefallen, dass er das Lüneburg-Lied auf eine CD bringen wollte. "Alles muss passen. Vor vier Jahren habe ich die richtigen Leute getroffen, dann ging es los."

Zu den richtigen Leuten gehörte Alexander Eissele vom Orchester des Theaters, der parallel dazu Orchester-Auftritte etwa in der Arena organisiert. Bei einer Weihnachtsgala in der Michaeliskirche "funkte" es, Kontakte zu Musikern. Im vergangenen Dezember spielten unter anderem zwanzig Streicher und zehn Bläser den Song ein, arrangiert vom tschechischen Musiker Tomáš Küfhaber.

Die alten Kollegen von Top für Tea kamen für Ihren Anteil wieder zusammen. Thomas Laukat, ein Ewiger, der die Stadt mit seiner Kamera begleitet, machte die Fotos, Karin Greife malte das passende Gemälde fürs Cover, über einen Internet-Aufruf steuerten Lüneburger Aberdutzende Lieblingsmomente bei, die den Refrain in Videoclips singen. Lüneburg als gemeinsamer "Musik-Teppich", eng verwoben mit vielen Ornamenten.

Morki hat das Projekt mit großem Aufwand gestemmt, die Orchestermusiker, das Arrangement. Der 51-Jährige selber mischte 60 Tonspuren so ab, dass alles passt. 200 Stunden Arbeit. Es bleibt ein Herzensprojekt, bei dem kaum etwas übrig bleibt, im Gegenteil.

Für den Auftritt mit 200 gästen in der Ritterakademie gibt es Restkarten, die auf Abnehmer warten. Über lueneburglied.de kann man Tickets kaufen, die CD vorbestellen und T-Shirts ordern. Ein historischer Bummel ist obendrein möglich. Kay Uwe Schön hat eine kleine Top-for-Tea-Bibliothek geschaffen: rund 300 Zeitungsartikel zur Geschichte der Band.

In der Ritterakademie und bei einem zweiten Gig im Libeskind-Bau am 31. Oktober reisen viele zurück in ihre Vergangenheit und die Verbundenheit mit ihrer Stadt.

In dem Zwei-Stunden-Konzert mit vielen Cover-Stücken wird es am Schönsten, wenn Morki singt:

"Ich bin ein Lüneburger

Und deshalb weiß ich ganz genau,

die schönste Stadt der Welt

liegt an der Ilmenau."

Alle singen mit – Lüneburg-Liebe. Die bleibt. Carlo Eggeling

Fotos von THOMAS LAUKAT

Karin Greife hat das passende Bild zum Lüneburg-Lied gemalt. Morki sagt: "Sie hat das Gefühl eingefangen."

Das alte Bild der Band und eins von denen, die das Projekt jetzt möglich machen am Luna-Brunnen.

Morki ganz in Lüneburg-Laune, das Bild entstand in der Gerichtslaube im Rathaus.

Natürlich gibt es das passende T-Shirt zum Lied und zum Gefühl. Wer es haben möchte, kann es ordern, das gilt auch Tickets für das Konzert in der Ritterakademie: lueneburglied.de

© Fotos: Laukat / Morki-Archiv


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