Mit dem Rad Lüneburger Geschichte kennenlernen
von VVN / Geschichtswerkstatt am 14.07.2026Zur Führung 6 Tage im April - eine Spurensuche, laden VVN und Geschichtswerkstatt am Freitag, den 17. Juli, ein. Los geht es um 15:00 Uhr mit dem Rad, Treffpunkt ist der Waggon im Wandrahmpark.
Der Hintergrund:
In den Tagen vom 7. bis 12. April 1945, ereignete
sich auf dem Lüneburger Güterbahnhof das
schwerste in Lüneburg begangene
Kriegsverbrechen. Die Nazis hatten in den letzten Kriegsmonaten damit begonnen KZ-Lager vor den heranrückenden alliierten Truppen zu räumen. Die Verbrechen und Gräueltaten sollten so verborgen bleiben.
Am 4. April 1945 wurde auch das KZ Außenlager Alter Banter Weg in Wilhelmshaven geräumt. Die gehfähigen Häftlinge wurden auf sogenannte Todesmärsche geschickt. 390, für einen Fußmarsch zu geschwächte Häftlinge, wurden in vier Güterwaggons gepfercht. Die Bewachungsmannschaft bestand aus 16
Marinesoldaten und einem SS-Mann. Da zahlreiche Strecken bereits blockiert waren, strandete der Zug am 7. April 1945 auf dem Lüneburger Güterbahnhof.
Viele Häftlinge waren bereits während des
viertägigen Transports an Entkräftung und Hunger gestorben. Während eines Bombardements durch alliierte Flugzeuge, durften die Gefangenen nicht die Waggons verlassen und so starben hierdurch ebenfalls etliche Gefangene.
Etwa 140 Gefangene wurden mit LKW ins KZ Bergen Belsen gebracht. Die in Lüneburg verbliebenen Häftlinge wurden schließlich von der Wachmannschaft erschossen und erschlagen und eilig in einem Massengrab im Lüneburger Tiergarten verscharrt.
Mit dem Fahrrad werden die Teilnehmenden
gemeinsam an den Orten der verbrecherischen
Geschehnisse die damaligen Abläufe
rekonstruieren. Dabei führt die Fahrt auf den letzten Weg der Opfer von den Bahngleisen zum Massengrab im Tiergarten.
Die Stationen sind:
- Ankunft des KZ-Häftlingstransportes in Lüneburg.
- Bombardierung des Gleisgeländes.
- Fluchtversuche aus dem Inferno.
- Das mehrtägige Grauen auf der Wiese nahe den Gleisen.
- Zivile Hilfsversuche.
- Das Massaker an den Überlebenden.
- Das Massengrab. Endpunkt ist der KZ-
Ehrenfriedhof im Lüneburger Tiergarten.
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