Nach dem Abflug wird aufgeräumt
von Carl Sasse am 25.08.2026
Am 20.08.2026 ab 16:00 es ist wieder soweit. Das Echemer Storchennest erhält turnusgemäß seine Verjüngungskur. Über die Echemer Storchenkamera können die Arbeiten live verfolgt werden. Carl Sasse: "Das Verkleinern des Nests ist alle paar Jahre notwendig, weil es sonst zu schwer für die Unterkonstruktion werden würde. Im Jahre 1990 war das Storchennest am Westgiebel unseres Hauses im Sturm heruntergefallen. Es hatte dabei die Pferdeköpfe und die Dachrinne mitgerissen. Unten im Garten lagen dann mehr als 20 Schiebkaren voll mit durchfeuchteten Material."
Die meisten Äste und Pflanzenreste aus denen das jetzige Nest auf dem Ostgiebel besteht, werden nun entfernt und nur eine kleine Schicht auf der Plattform belassen. Die Störche mögen das, weil sie dadurch einen frischen Niststandort beziehen können, in dem nicht so viele lästige Untermieter wohnen. Das Wasser kann dann auch wieder besser ablaufen. Wenn Wasser bei Starkregen im Nest steht, können die Jungen Störche Schaden nehmen.
Die Plattform, auf dem das Nest Steht wurde ursprünglich mit Hilfe des Nabu im Jahre 2001 und Storchenvater Hubert Horn anstelle des alten Nests aufgebaut. Grund dafür war, dass auch dieses Nest immer schwerer geworden war und drohte herunter zu kippen. Durch das Entfernen des alten Nestes konnten die historischen Pferdeköpfe aus dem Jahre 1937 gerettet werden. Für den Aufbau der neuen Nistplattform wurde damals mit Hilfe von Nachbarn einen Stahlmast im Dachstuhl verankert und durch den First herausgeführt.
Sasse: "2015 habe ich dann noch eine zweite Plattform in selber Bauweise auf der Westseite aufgebaut, um den im Jahr 1990 verloren gegangenen Nistplatz neu zu beleben. Es gab fast in jedem Jahr Versuche von Storchenpaaren, dort zu nisten. Die neuen Nachbarn wurden aber konsequent von den Bewohnern des alten Nests vertrieben. Jedes Jahr hoffen wir aber aufs Neue, dass sich wieder ein zweiter Brutstandort etabliert."
Die letzten Störche haben sich am 18. August dieses Jahres versammelt und sind gen Süden aufgebrochen. Wahrscheinlich Überwintern sie in Spanien. Die Reise dauert nicht so lange wie nach Afrika. Daher kommen sie neuerdings auch schon Ende Februar zurück. "Das Nest ist jetzt noch schön trocken und es ist nun die beste Zeit für diese Arbeiten. In diesem Jahr bekomme ich von der Firma Anker freundlicherweise 20% Rabatt auf die Leihgebühren für die Arbeitsbühne", freut sich der Hausherr.
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