Nach Korruptionsskandal: Landkreis Lüchow-Dannenberg verschärft Kontrollen
von Lüneburg Aktuell redaktionell gekürzt am 06.11.2026
Lüchow-Dannenberg. Nach einem schweren Korruptionsfall in der Ausländerbehörde hat der Landkreis Lüchow-Dannenberg seine Maßnahmen gegen Bestechlichkeit und Amtsmissbrauch deutlich verstärkt. Seit Juli 2025 ist die Juristin Susanne Altemeyer eigens für die Korruptionsprävention in der Kreisverwaltung zuständig.
Hintergrund ist ein Skandal aus dem Jahr 2023. Damals war bekannt geworden, dass ein Mitarbeiter der Ausländerbehörde Aufenthaltstitel und Einbürgerungen gegen Geld ausgestellt hatte. Der ehemalige Beschäftigte wurde rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.
Mehr als 300 Mitarbeiter werden geschult
Um ähnliche Fälle künftig zu verhindern, setzt der Landkreis auf Schulungen, interne Kontrollen und ein Hinweisgebersystem. Bereits am ersten Arbeitstag werden neue Beschäftigte über Korruptionsrisiken informiert. Bis Ende 2026 sollen mehr als 300 Mitarbeiter entsprechende Seminare besucht haben. Künftig sind Schulungen im Zweijahresrhythmus vorgesehen.
Zudem können Beschäftigte mögliche Unregelmäßigkeiten auch anonym melden. Stichproben und Risikoanalysen sollen helfen, Schwachstellen innerhalb der Verwaltung frühzeitig aufzudecken.
„Vertrauen entsteht, wenn Entscheidungen transparent sind und Regeln für alle gelten“, erklärt Landrätin Dagmar Schulz.
Susanne Altemeyer macht allerdings deutlich, dass selbst umfassende Kontrollen keine hundertprozentige Sicherheit vor individuellem Fehlverhalten bieten können.
Quelle: Landkreis Lüchow-Dannenberg, Pressemitteilung vom 6. November 2026.
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