Nahrungsergänzungsmittel für Kinder: Verbraucherzentrale warnt vor Risiken
von Lüneburg Aktuell redaktionell gekürzt am 04.11.2026
**Vitamin-Gummibärchen, Zinktabletten oder Vitamin-C-Präparate: Gerade in der Erkältungszeit greifen Eltern zu Nahrungsergänzungsmitteln für ihre Kinder. Doch die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt: Die Produkte sind meist überflüssig und können sogar schaden.**
Gesunde Kinder werden durch eine ausgewogene Ernährung in der Regel ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Zusätzliche Präparate bringen meist keinen Vorteil.
Besonders kritisch sieht die Verbraucherzentrale eine mögliche Überdosierung. Zu viel Zink kann Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden verursachen sowie die Aufnahme anderer Mineralstoffe beeinträchtigen. Auch Vitamin C ist als zusätzliches Präparat meist unnötig.
**Besondere Vorsicht gilt bei Vitamin D.** Säuglinge erhalten speziell dosierte Präparate nach kinderärztlicher Empfehlung. Weitere Vitamin-D-Produkte sollten Kindern grundsätzlich nicht ohne ärztliche Rücksprache gegeben werden.
Die Verbraucherzentrale fordert deshalb gesetzlich verbindliche Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln für Kinder.
*Quelle: Verbraucherzentrale Niedersachsen, 4. November 2026*
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