Lüneburg, am Samstag den 07.11.2026

Parken als Problem — die Blockade für Müllwagen

von Carlo Eggeling am 23.09.2026


Der Verkehr quillt über und drückt vom Moldenweg in Wohngebiete am Kreideberg. Dort liegen unter anderem Arztpraxen und eine Apotheke, Mitarbeiter bräuchten Parkplätze, die sie am Moldenweg nicht fänden, haben Anwohner beobachtet. Deren Auto stehen in den Seitenstraßen. Nun gibt es ein Problem. Dr. Jörg Berling wohnt an der Greifswalder Straße, er und seine Nachbarn beklagen, dass ihr Müll des öfteren nicht abgeholt wird.

Das liege nicht an den Müllleuten, sondern daran, dass Kollegen von GfA und Remondis nicht in ihre Straße abbiegen könnten, beschreibt der Mediziner die Lage. Der Grund: In einer Kurve der gegenüberliegenden Stettiner Straße parken regelmäßig den Tag über Wagen und stellen sozusagen eine Blockade beim Rangieren da. "Wir haben uns an die Stadt gewandt", sagt Berling. Der Mitarbeiter des Ordnungsamtes habe Hilfe zugesagt. Für den kritischen Bereich solle ein Parkverbot beziehungsweise eine Schraffur kommen. Bislang sei aber nichts geschehen.

Offenbar ist das nicht überall im Rathaus bekannt. Denn auf eine entsprechende LA-Anfrage antwortet die Pressestelle: "Im Bereich Verkehr liegt nach meiner Kenntnis an der Ecke Greifswalder Straße / Stettiner Straße keine konkrete Problemlage vor oder ist nicht bekannt. Dennoch werden wir den Verkehrsaußendienst dort nun verstärkt zur Kontrolle einsetzen und entsprechende Verstöße ahnden. Gegebenenfalls klärt sich damit die bisher unklare Situation für beide Seiten."

Der Außendienst dürfte an rechtliche Grenzen stoßen, denn in dem Bereich steht kein Parkverbotsschild, auch nach Einschätzung der Anwohner begehen die Autofahrer keinen Verstoß. Es gehe um eine grundsätzliche Veränderung. Möglichst schnell, denn der Müll solle doch bitte mitgenommen werden. Carlo Eggeling

© Fotos: ca


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Kommentar von Erwin Habisch
am 24.09.2026 um 13:01:16 Uhr
Beim Parken auf der Straße Restbreite sind 3,05 m freie Fahrbahnbreite übrig zu lassen, damit größere Fahrzeuge wie die Müllabfuhr grundsätzlich passieren können.
Wird es enger, gilt das Parken als Behinderung. Entscheidend ist, wie viel Platz andere Fahrzeuge noch real haben.
Da die Müllfahrzeuge so sehr behindert werden, dass sie nicht in die Greifswalder Straße kommen, besteht hier auch ohne Beschilderung ein faktisches Parkverbot. Der Ordnungsdienst kann also sofort loslegen und an Müllabfuhrtagen auch abschleppen lassen.
Die Anwohner müssen also nicht auf ihrem Müll sitzen bleiben.


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