Lüneburg, am Mittwoch den 20.05.2026

Polizei ertappt mutmaßlichen Dealer mit „Ware“

von Carlo Eggeling am 20.05.2026


Der 28-Jährige fühlte sich sicher, zu sicher. Als die Polizei ihn am Montag auf dem Weg zur Arbeit stoppte, hatte der Lüneburger "erneut einen Briefumschlag mit verkaufsbereitem Marihuana", bei sich notiert der Polizeibericht. Die Beamten haben den mutmaßlichen Dealer seit Monaten auf dem Schirm. Es gab Kontrollen, es gab Hausbesuche, bei denen die Polizei Cannabis, Kokain und Amphetamine einsammelte. Scheinbar beeindruckte das den "Lieferanten" für nicht sehr. Offensichtlich dauerte es, bis die Drogenermittler Staatsanwaltschaft und Amtsgericht überzeugten, einen Haftbefehl zu beantragen beziehungsweise zu erlassen.
Der mutmaßliche Dealer gilt selber als Drogenkonsument, jetzt sitzt er in Untersuchungshaft. Dass die Beamten im Wortsinne an der richtigen Adresse waren, zeigte sich einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung, sie stellten "weiteres Marihuana und Verpackungsmaterial sicher".
Für die Polizei sind Ermittlungen im Zusammenhang mit Marihuana und Haschisch schwieriger geworden, da inzwischen der Besitz des Krauts für den eigenen Gebrauch in bestimmten Umfang erlaubt ist. Die Beamten müssen nachweisen, dass ein Verdächtiger illegalen Handel treibt. Wenn sie wie jetzt entsprechende Verpackungen sicher stellen, liegt Dealen nahe. Wie bei dem Lüneburger, der nun eine neue sichere Bleibe gefunden hat. Krautlos. Carlo Eggeling

© Fotos: ca


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