Lüneburg, am Mittwoch den 03.06.2026

Protest gegen Kürzungen bei der Eingliederungshilfe

von Verdi am 03.06.2026


Beschäftigte der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg protestieren am
03. Juni 26 gegen geplante Kürzungen bei der Eingliederungshilfe – Kundgebung am 10. Juni 26 in Hannover
Am Mittwoch, den 03. Juni 2026 kommen die Beschäftigten der Lebenshilfe
Lüneburg-Harburg um 16:30 Uhr zu einer Betriebsversammlung und Fotoaktion zusammen, die Teil des bundesweiten Protests gegen die geplanten Kürzungen in der Eingliederungshilfe und im Gesundheitswesen sein wird.
Im Mittelpunkt der Versammlung wird die Information und der Austausch zu den geplanten Reformen und deren Auswirkungen auf Beschäftigte und Menschen mit Behinderung stehen.

Sowohl die Lebenshilfe Lüneburg-Harburg, vertreten durch die Geschäftsführerin Frau Seiler-Päpper, als auch der Betriebsrat und die Gewerkschaft ver.di verurteilen die geplanten Sparmaßnahmen scharf. „Es geht hier um weit mehr ist als eine Haushaltsfrage, im Gegenteil: Die aktuellen Sparpläne der Politik gefährden die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von Menschen mit Behinderungen. Ein eigenes Zuhause, ein Arbeitsplatz, Zugang zu Bildung, ein soziales Leben – all das sind keine Privilegien sondern Grundpeiler eines selbstbestimmten Lebens für alle Menschen. Das kann und darf kein Spar-Thema sein.“,
so Frau Seiler-Päpper.
Der Betriebsratsvorsitzende Volker Pfeiffer ergänzt: “Die geplanten Kürzungen bzw. Einschränkungen bei der Eingliederungshilfe und bei der Refinanzierung von Tariflöhnen erhöhen den wirtschaftlichen Druck auf die Träger immens. Die Konsequenzen für uns Beschäftigte sind klar: drohender Arbeitsplatzabbau, noch mehr Arbeitsverdichtung, schlechtere Löhne – dagegen wehren wir uns mit aller Kraft!“

Die Gewerkschaftssekretärin Karin Wagner betont: „Die geplanten Sozialstaatsreformen treffen die Beschäftigten im Sozial- und Gesundheitswesen in ihrer Rolle als Arbeitnehmer*innen. Aber eben auch wie uns alle: als Patient*innen, Angehörige und Versicherte und als Menschen, die auf funktionierende öffentliche Versorgung angewiesen sind. Wir mobilisieren deshalb am 10. Juni mit einem breiten Bündnis anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz nach Hannover, um der Politik zu zeigen: Statt Leistungskürzungen und immer höhere Belastungen für die Menschen in diesem Land fordern wir eine starke öffentliche Daseinsvorsorge und eine solidarische Finanzierung des Sozialstaats.“

Aus Lüneburg wird am 10. Juni um 09:30 Uhr ein Bus vom ZOB nach Hannover fahren. Wer mitfahren möchte, kann sich anmelden bei urte.schreiber@verdi.de.

© Fotos: Lebenshilfe


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