Psychotherapeuten-Streit um Honorare: KVN kritisiert Forderungen der Krankenkassen
von Lüneburg Aktuell redaktionell gekürzt am 18.06.2026Psychotherapeuten-Streit um Honorare: KVN kritisiert Forderungen der Krankenkassen
Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) übt scharfe Kritik an den Ersatzkassen. Hintergrund ist die Forderung des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), dass Psychotherapiepraxen künftig mindestens die Hälfte ihrer Akut-Termine über die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen vergeben sollen.
Nach Angaben der KVN wurden die Vergütungen für Psychotherapeuten bereits um 4,5 Prozent gekürzt. Gleichzeitig werde nun ein größeres Terminangebot gefordert. KVN-Vorstandschef Mark Barjenbruch bezeichnete dies als „absurd“ und warnte davor, dass Honorarkürzungen zwangsläufig zu Leistungseinschränkungen führen könnten.
Auch der stellvertretende KVN-Vorsitzende Thorsten Schmidt kritisierte die Forderung. Die derzeitigen Wartezeiten für Akutbehandlungen von zwei bis drei Wochen seien bereits vergleichsweise kurz.
Für Patienten in Niedersachsen könnte die Auseinandersetzung Folgen haben: Sollte es zu weiteren Kürzungen kommen, befürchtet die KVN ein geringeres Terminangebot in den Psychotherapiepraxen.
Quelle: Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN).
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