Rat gibt grünes Licht: Fahrradring an Ilmenaustraße und Altenbrückertorstraße kommt ab 2027
von Lüneburg Aktuell redaktionell gekürzt am 02.07.2026
Die Hansestadt Lüneburg setzt den Ausbau des Fahrradrings fort. Der Rat hat den überarbeiteten Planungen für den Abschnitt Ilmenaustraße und Altenbrückertorstraße zugestimmt. Grundlage der Änderungen waren politische Vorgaben, den Bereich als sogenannte unechte Fahrradstraße auszugestalten. Das bedeutet: Der Radverkehr erhält Vorrang, der motorisierte Verkehr bleibt jedoch weiterhin zugelassen. Gleichzeitig sollte die Zahl der Parkplätze erhalten und die Förderfähigkeit des Projekts gesichert werden.
Die Planung sieht eine durchgehend 5,50 Meter breite Fahrbahn vor, auf der sich Rad- und Autoverkehr den Straßenraum teilen. Zusätzliche Sperrflächen und Verkehrsinseln sollen insbesondere die Sicherheit abbiegender Radfahrer erhöhen.
Auch Fußgänger sollen profitieren. Gehwege werden barrierefrei ausgebaut und dort, wo es möglich ist, verbreitert. Zudem möchte die Stadt die Aufenthaltsqualität entlang der Ilmenau verbessern. Alle vorhandenen Bäume bleiben nach Angaben der Verwaltung erhalten.
Um die politischen Vorgaben umzusetzen, waren allerdings Kompromisse notwendig. So bleiben im südlichen Bereich die Querparkplätze bestehen. Dadurch verengt sich der Gehweg auf einer Länge von rund 100 Metern auf etwa 1,50 Meter. Als Ausgleich wird eine zusätzliche Querungsmöglichkeit für Fußgänger geschaffen. Im nördlichen Abschnitt werden Fahrradbügel versetzt, um die Pkw-Stellplätze zu erhalten. Insgesamt bleibt die Zahl der Parkplätze mit 72 bis 73 nahezu unverändert.
Verkehrsdezernent Markus Moßmann spricht von einer deutlichen Verbesserung der Verkehrssicherheit für Radfahrende. Gleichzeitig erfülle die Planung weiterhin die Voraussetzungen für die bereits bewilligten Bundesfördermittel. Für den Ausbau des Fahrradrings stehen rund 2,6 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Klimaschutz durch Radverkehr“ zur Verfügung. Die Förderquote beträgt bis zu 90 Prozent.
Als Nächstes wird die Entwurfsplanung ausgearbeitet. Danach folgen Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen. Die Umsetzung ist für die Jahre 2027 und 2028 vorgesehen.
Quelle: Hansestadt Lüneburg.
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