Sozial-Kaufhaus Fundus vor dem Aus
von Carlo Eggeling am 06.07.2026Nach fast zwei Jahrzehnten soll das Sozial-Kaufhaus Fundus in Dahlenburg zum Ende des Jahres schließen. Das Bestätigt Awo-Geschäftsführer Günter Wernecke, die Awo ist neben dem Lebensraum Diakonie Träger des Projekts unter dem Dach von job.sozial. Zu den Gründen wolle er noch nichts sagen, er stimmte sich mit Diakonie-Chefin Tanja Mainz ab, eine Erklärung solle es demnächst geben.
Seit 2007 können Kunden auf rund 600 Quadratmeter Fläche an der Lüneburger Straße Möbel, Kleidung und Haushaltswaren kaufen, gebrauchte Dinge für kleines Geld. Zudem ist das Haus Treffpunkt für viele, die auf einen Schnack vorbeikommen. Damals war das Vorhaben gestartet, um Langzeitarbeitslosen eine Perspektive zu bieten, wieder in den sogenannten Ersten Arbeitsmarkt einzusteigen.
Mitarbeiter hatten kürzlich der Politik erzählt, dass ihre Jobs auslaufen. Es soll Gespräche im Rathaus gegeben haben, doch all das reicht einigen Dahlenburgern wie Susanne Kollmann, die im Samtgemeinderat sitzt, nicht aus. Sie sammeln Unterschriften für den Erhalt des Projekts. Für Samstag, 11. Juli, 12 Uhr ist eine Demonstration geplant. Treffpunkt ist die Raiffeisen-Niederlassung. Im Anschluss seien Haustürbesuche geplant, heißt es in einer Einladung.
Unklar ist, wie es mit der Lebensmittel-Ausgabe der Lüneburger Tafel weitergeht, die im vergangenen September ins Fundus-Haus einzog. Die Tafel macht gerade Pause, der Vorsitzende war nicht zu erreichen.
Das Fundus-Projekt stand schon mehrmals auf wackeligen Beinen, da Fördermittel in Gefahr waren. Damals fanden sich Wege, das Projekt zu erhalten. Carlo Eggeling
Das Foto entstand bei der Eröffnung der Außenstelle der Lüneburger Tafel.
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