SPD erhöht Druck auf Grüne im Streit um Vonovia-Wohnungen
von Lüneburg Aktuell redaktionell gekürzt am 07.09.2026
Kurz vor der Kommunalwahl verschärft sich die politische Debatte um die rund 700 Vonovia-Wohnungen in Lüneburg. Die SPD richtet sich jetzt mit einem offenen Brief direkt an die Ratsmitglieder der Grünen.
Die Sozialdemokraten kritisieren, dass die Haltung der Grünen in der jüngsten Ratssitzung aus ihrer Sicht nicht zum Wahlkampfslogan „Faire Miete statt Rendite“ passe. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Stadt ein mögliches Vorkaufsrecht nutzen sollte.
Dabei spricht sich die SPD nicht für eine Übernahme um jeden Preis aus. Gefordert werden zunächst eine juristische und finanzielle Prüfung sowie ein Ertragswert- und Sanierungsgutachten. Nach Angaben der SPD müsste ein mögliches Vorkaufsrecht spätestens bis zum 31. Dezember 2026 ausgeübt werden.
Besonders an die Grünen richtet die SPD die Frage, warum in Lüneburg eine andere wohnungspolitische Linie verfolgt werden sollte als andernorts. In Hannover hätten SPD und Grüne die Kommunalisierung ehemaliger Vonovia-Wohnungen gemeinsam vorangetrieben.
Der offene Brief ist unterzeichnet vom Lüneburger SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Luca Thieme und dem Vorsitzenden der SPD-Stadtratsfraktion Thomas Dißelmeyer.
Quelle: Offener Brief des SPD-Ortsvereins Lüneburg vom 6. September 2026
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