Lüneburg, am Dienstag den 08.09.2026

SPD fordert Vorkaufsrecht für Vonovia-Wohnungen und Neustart für das Kulturforum

von Lüneburg Aktuell redaktionell gekürzt am 08.09.2026



Die SPD-Fraktion bringt in der Ratssitzung am Mittwoch, 9. September, zwei Änderungsanträge ein. Im Mittelpunkt stehen der geplante Verkauf der Vonovia-Wohnungen sowie die Zukunft des Kulturforums am Gut Wienebüttel.
Beim Verkauf der Vonovia-Bestände fordert die SPD, dass die Hansestadt unverzüglich alle notwendigen Schritte zur Ausübung ihres Vorkaufsrechts einleitet. Betroffen sind insbesondere Wohnungen im Sanierungsgebiet Kaltenmoor. Nach Angaben der Fraktion liegen der Stadt inzwischen der Kaufvertrag, ein Verkehrswertgutachten und der Entwurf eines städtebaulichen Vertrags vor.
Geprüft werden soll, ob die Stadt selbst, die städtische LüWoBau oder eine neu zu gründende kommunale Gesellschaft die Wohnungen übernehmen könnte. Zudem verlangt die SPD ein belastbares Finanzierungskonzept unter Einbeziehung möglicher Fördermittel von Bund und Land.
Sollte das Erwerberkonsortium aus Tristan Capital Partners und der Porth-Gruppe keine verbindlichen Vereinbarungen zum Mieterschutz, zu Mietpreis- und Belegungsbindungen sowie zu notwendigen Sanierungen eingehen, soll nach dem Willen der SPD die sanierungsrechtliche Genehmigung versagt werden.
Darüber hinaus fordert die Fraktion gezielte Informationsangebote für die betroffenen Mieter in Kaltenmoor, Neu Hagen und der Weststadt. Auch die Mieterberatung der AWO soll bei Bedarf personell verstärkt werden.
Beim Kulturforum setzt sich die SPD für den dauerhaften Erhalt des Veranstaltungsortes am Gut Wienebüttel ein. Gemeinsam mit regionalen Partnern soll eine neue Trägerstruktur entstehen. Die Stadt soll daran mit mindestens 50,1 Prozent beteiligt sein und Grundstück sowie Gebäude spätestens zum 1. Juli 2027 einbringen.
Noch im Jahr 2026 sollen die Einrichtung und die Veranstaltungstechnik zu einem gutachterlich festgestellten Wert übernommen werden. Der bisherige Geschäftsführer und künstlerische Leiter Mathias Meyer soll den Übergang zunächst für zwei Jahre begleiten. Weitere Zuschüsse, Bürgschaften oder Darlehen an den bisherigen Verein lehnt die SPD dagegen ab.
Über beide Änderungsanträge entscheidet der Rat der Hansestadt Lüneburg in seiner Sitzung am 9. September.

Quelle: SPD-Stadtratsfraktion Lüneburg

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© Fotos: SPD


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