SPD hält an Prüfung eines Vorkaufsrechts für Vonovia-Wohnungen fest
von Winfried Machel am 11.09.2026
LÜNEBURG. Die Lüneburger SPD hält an ihrer Forderung fest, ein mögliches Vorkaufsrecht der Stadt für die bisherigen Vonovia-Wohnungen in Kaltenmoor ernsthaft zu prüfen. Damit reagiert die Partei auf die jüngste Stellungnahme der Grünen.
Oberbürgermeisterkandidatin Andrea Schröder-Ehlers betont, dass die SPD keinen Ankauf um jeden Preis fordere. Zunächst müssten die rechtlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen sowie mögliche Förder- und Finanzierungswege geklärt werden.
„Bei mehreren Hundert Wohnungen und mehreren Tausend betroffenen Menschen dürfen wir eine solche Chance nicht vorschnell vom Tisch nehmen“, erklärt Schröder-Ehlers. Eine Entscheidung müsse auf belastbaren Zahlen beruhen.
Die SPD widerspricht zugleich der Auffassung, Neubau und der mögliche Ankauf bestehender Wohnungen müssten gegeneinander ausgespielt werden. Lüneburg benötige nach Ansicht der Partei sowohl zusätzlichen Wohnraum als auch Möglichkeiten, bestehende bezahlbare Wohnungen langfristig zu sichern.
Bei einer Übernahme durch die öffentliche Hand könnte die Stadt nach Auffassung der SPD stärker Einfluss auf Mietentwicklung und soziale Standards nehmen. Gleichzeitig müsse geprüft werden, welche finanziellen Belastungen insbesondere durch notwendige Modernisierungen entstehen würden.
„Wir sagen nicht: Die Stadt muss kaufen, egal was es kostet. Wir sagen: Eine solche Gelegenheit muss ernsthaft geprüft werden“, so Schröder-Ehlers.
Quelle: SPD-Ortsverein Lüneburg
www.lueneburgaktuell.de
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