Lüneburg, am Mittwoch den 15.04.2026

Start der Baumaßnahmen in der Neuen Sülze für das Umfeld der Polleranlage

von Hansestadt Lüneburg am 15.04.2026



Start der Baumaßnahmen in der Neuen Sülze für das Umfeld der Polleranlage und einen Teilabschnitt des Fahrradrings



Hansestadt Lüneburg. Eine versenkbare Polleranlage soll künftig in der Neuen Sülze dafür sorgen, dass die dort bestehende Durchfahrtsbeschränkung eingehalten wird. Schon der Verkehrsentwicklungsplan aus dem Jahr 1990 sah diese Maßnahme vor – dauerhaft umgesetzt wurde sie aber nie. Im Zuge des Einbaus der Polleranlage wird der Bereich der Straße „Neue Sülze“ sowie der Abschnitt „Auf der Altstadt“ grundlegend erneuert und fahrradgerecht ausgebaut. Auch eine Ladezone soll gebaut werden. Ziel ist es, durch die Polleranlage als sogenannten Modalfilter den täglichen irregulären Durchgangsverkehr zu verhindern. Damit soll die Verkehrssicherheit erhöht und durch die Verkehrsberuhigung die Aufenthalts- und Wohnqualität in dem Areal deutlich verbessert werden. „Ein gut funktionierendes Pollersystem macht unsere Innenstadt attraktiver und sicherer“, sagt Lüneburgs Verkehrsdezernent Markus Moßmann. Während berechtigte Verkehre wie Rettungsfahrzeuge, Pflegedienste, Lieferverkehr, ÖPNV, Taxen und natürlich Anwohnende passieren können, wird unzulässiger Verkehr verhindert. Durch Absenkung der Poller wird auch der allgemeine Verkehr während der zugelassenen Zeiten (03 – 19 Uhr) passieren können. Dadurch kann der Radverkehr sicherer auf der Fahrbahn geführt werden und es entsteht mehr Raum und Sicherheit für alle, die zu Fuß in der Innenstadt unterwegs sind. Im Zuge der Baumaßnahme wird auch die Haltestelle „Neue Sülze“ barrierefrei ausgebaut.



Die Grundlage für die Umsetzung der Planungen hat der Rat mit seinem Beschluss zum Doppelhaushalt vom 19.12.2024 gegeben, indem er die Haushaltsmittel für die Polleranlage sowie – im örtlichen Zusammenhang – für den Straßenumbau unter Berücksichtigung der Planungen des Fahrradrings bereitgestellt hat. Die Pläne zur Umgestaltung wurden im vergangenen Jahr im Mobilitätsausschuss der Hansestadt sowie im Verwaltungsausschuss vorgestellt und von letzterem einstimmig beschlossen.



Die Bauarbeiten starten am 27. April 2026 und werden voraussichtlich bis Ende Juli dauern. Die Maßnahme wird in zwei Bauabschnitten umgesetzt, um die Auswirkungen auf den Verkehr so gering wie möglich zu halten. Während dieser Zeit wird der jeweils betroffene Bauabschnitt vollständig für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Zu Fuß und mit dem Fahrrad schiebend kann die Baustelle passiert werden.



Im ersten Bauabschnitt gesperrt ist der Bereich ab der Ausfahrt des Q-Park City Parkhauses bis zur Straße „Auf der Altstadt“. Die Salzstraße ist dann über „Auf der Rübekuhle“/„Auf der Altstadt“ erreichbar. Das Parkhaus Vierorten ist in der Zeit weiterhin von der „Neuen Sülze“ aus erreichbar; die Ausfahrt ist jedoch nur über „Auf der Altstadt“ möglich. Der ÖPNV wird umgeleitet und einige Haltestellen vorübergehend verlegt oder aufgehoben. Alle Infos dazu gibt es bei der Moin.



Während des zweiten Bauabschnitts ist der Bereich „Auf der Altstadt“ zwischen „Auf der Rübekuhle“ und „Neue Sülze“ vollständig gesperrt. In diesem Bauabschnitt gibt es keine Auswirkungen auf den Busverkehr. Die Straße Neue Sülze ist dann unter Berücksichtigung der Durchfahrtsbeschränkungen wieder befahrbar.



Die Stadt bittet alle Anwohnerinnen und Anwohner sowie Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die mit den Bauarbeiten verbundenen Einschränkungen.



Bevor die Polleranlagen in der Neuen Sülze in Betrieb gehen können, ist eine ausgiebige Probephase notwendig. In dieser wird getestet, ob die verschiedenen technischen Zugangsmittel einwandfrei funktionieren. In einer erweiterten Probephase werden diese dann mit Nutzendengruppen wie ÖPNV, Blaulichtfamilie und Anwohnerschaft getestet. Erst wenn alles einwandfrei funktioniert, kann der Übergang in die Betriebsphase erfolgen. Vorher wird es aber noch eine Information aller Nutzergruppen geben. Ein konkreter Zeitplan kann vor diesem Hintergrund noch nicht genannt werden.



Mit dem Bau des Fahrradrings verfolgt die Hansestadt Lüneburg das Ziel, den Radverkehr nachhaltig zu stärken, den innerstädtischen Verkehr zu entlasten und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Bereits umgesetzt sind die Abschnitte Wallstraße, Haagestraße und Bei der St. Johanniskirche. Geplant und beschlossen sind neben dem o.g. Abschnitt Neue Sülze auch der Bereich in der Salzstraße. Die Abschnitte Bei der St. Lambertikirche, Marienplatz/Am Ochsenmarkt/Bardowicker Straße sowie Altenbrückertorstraße/Ilmenaustraße/Auf dem Kauf/Lüner Straße stehen noch aus. Angesichts der aktuellen politischen Diskussion ist offen, ob und wenn ja, wann die weitere Umsetzung erfolgt.



Fotos: Hansestadt Lüneburg

© Fotos: Hansestadt Lüneburg


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